Adamische und Präadamische Menschen

adamische und präadische menschen - mit und ohne seele

Die Menschheit vor Adam: der „prä-adamische“ Mensch

Der Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft

Die fundamentalen Christen sagen, dass Adam der erste Mensch war und so die Archäologie falsch ist.
Die moderne Archäologie hingegen kann heute die Geschichte der Menschheit zurück an den Ursprung vor rund 2,8 Millionen Jahren verfolgen, also muss die Vorstellung dass die Menschheit mit Adam vor rund 6000 Jahren begann, nicht stimmen kann und somit auch die Genesis der Bibel als Ganzes.

Wie nun lösen wir diesen Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion? Beide können nicht recht haben! Traditionell religiöse Menschen werfen einfach ihre Denkfähigkeit fort und sagen: „Mein Glauben sagt mir, dass die Bibel Recht hat, und damit Schluss!“ Das ist eine sehr gefährliche Sache, das ist bequemer Götzendienst eines unlogischen Kirchendogmas. Das passiert, weil die Leute im Allgemeinen nicht den „Mut zur Schlussfolgerung“ haben. Sie glauben nicht, dass sie die intellektuelle Kraft haben, aus der Falle heraus zu klettern, die für sie gelegt wurde. Und moslemische Selbstmordattentäter zeigen uns, wie gefährlich eine religiöse Gehirnwäsche sein kann. Die meisten, wenn nicht alle, Glaubensanhänger werfen ihren Verstand einfach weg, wenn sie einer Religion beitreten und akzeptieren das Dogma ihrer Kirche, Moschee oder Synagoge etc. Aber Jesus warnte uns davor, geblendete Götzendiener des gleichen matten Verständnisses von faulen und kontrollsüchtigen Priestern oder Rabbis zu werden.

Er sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“  – Matthäus 22:37

Und der erste lebende Stein den Jesus für die christliche Kirche lag (Petrus), sagte…

Darum gürtet euren Sinn zur Tätigkeit, bewahrt eure Sinne vollständig; setzt eure Hoffnung auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi gebracht wird – 1. Petrus 1:13

Diese Offenbarung benötigt natürlich ein bisschen Geisteskraft. Und natürlich wird unsere Welt mit jedem Tag weiter verblödet, an dem diese Offenbarung stattfindet, denn es herrscht ein Krieg dessen Opfer wir sind und zwar zwischen den heiligen Engeln und den tödlichen Dämonen. Aber wir können Überlebende dieses Krieges sein, wenn wir die Augen unseres Verstandes offen halten.

Die Lösung

Jesus sagte, dass wir jedes kleine Detail jedes Verses der Schrift untersuchen sollten…

17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen;

18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als dass auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom Gesetz [Gottes] verginge und nicht alles geschähe.

Lass uns also diese Form von Untersuchung auf den Bericht von der Erschaffung der Menschheit in 1. Moses anwenden:

Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen als unser Abbild, uns gleich, und sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über jedes Tier, das sich auf der Erde regt. – 1.Mose 1:26

Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie. Auch segnete Gott sie [Adam und Eva], und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“ – 1.Mose 1:27 – 28

Auf den ersten Blick sieht das wie ein wiederholter Bericht der Erschaffung des Menschen aus. Aber lass uns diese 3 Verse ein bisschen näher anschauen, da sie vielleicht das Geheimnis unserer Existenz selbst beinhalten.

Es klingt, als wird in den Versen 27 und 28 die Erschaffung von etwas anderem als in Vers 26 beschrieben.

Vers 26 beschreibt die Erschaffung von „Mensch“, der Menschheit, des präadamischen Menschen. Er wurde durch die Engel erschaffen, im Bilde der Engel, wohingegen Vers 27 die Erschaffung, von Adam beinhaltet – „den Mensch“. Er wurde von Gott direkt in seinem Bild erschaffen. Gott ist vollkommen, die Engel sind es nicht.

Das wären zwei unterschiedliche Bilder der Erschaffung und daher zwei unterschiedliche Geschöpfe. Der präadamische Mensch wurde nicht gesegnet, Adam schon. Adam wurde gesegnet und besaß somit die Fähigkeit zur Spiritualität. Die Segnung ist die eines ewigwährenden Erbes als ein Sohn Gottes. Adam war der Sohn Gottes, der präadamische Mensch war der Sohn der Engel. Adam hatte jedes lebende Geschöpf auf der Erde als Untertan also auch den sich regenden, nicht-spirituellen präadamischen Menschen.

Ganz eindeutig ist diese Interpretation aber nicht. Man kann dem entgegnen, dass es sich in den beiden Bibelstellen um die gleiche Sache handelt, denn in Vers 26 heißt es ja: „Lasst uns Menschen schaffen“ und erst in Vers 27 wird explizit auch gesagt, dass Gott tatsächlich den Menschen auch schuf.

Deutlicher wird es dann aber im Bericht zur Erschaffung Adams im Garten Eden, denn dort heißt es, dass der Mensch zu einer lebendigen Seele wurde:

Und Gott der Herr formte den Menschen aus dem Staub der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in die Nase, und der Mensch wurde eine lebendige Seele. – 1.Mose 2:7

Ist der Präadamit auch Koadamit?

Als Präadamiten bezeichnet man also die Bewohner der Erde vor Adam. Streng genommen müsste der Ausdruck auf die Menschen beschränkt werden, die vor der Erschaffung Adams untergegangen sind; aber im Allgemeinen werden auch die Koadamiten als Präadamiten bezeichnet, sofern sie einem älteren Stamm als Adam entstammen, also die Menschen, die vor Adam existierten, aber weiterhin mit Adam und seinen Nachkommen koexistierten.

Störten sie die Einheit des Menschengeschlechts? Palmieri („De Creatione“, Prato, 1910) brandmarkt sie als häretisch, und Pater Pesch („De Deo creante et elevante“, Freiburg, 1909, Nr. 154) schließt sich dieser Auffassung an.

Im Jahr 1555 veröffentlichte Isaac de La Peyrère, ein Calvinist aus einer Adelsfamilie aus Bordeaux und Anhänger des Fürsten von Conde, kurz hintereinander zwei Werke:
„Prae-Adamitae: sive exercitatio super versibus duodecimo : decimotertio et decimoquarto capitis quinti Epistolae D. Pauli ad Romanos“ und „Systema theologicum ex praeadamitarum hypothesi. Pars prima“

Er behauptete, Adam sei nicht der Vater des gesamten Menschengeschlechts, sondern nur des auserwählten Volkes. Die Juden stammen demnach von Adam und Eva ab, während die Heiden die Nachkommen von Vorfahren sind, die vor Adam geschaffen wurden. Die Erschaffung der letzteren fand am sechsten Tag statt, wie in Gen. 1, 26 ff. berichtet wird, während Adam nach der Ruhe am siebten Tag geformt wurde, wie in Gen. 2, 7 berichtet wird. Adam und seine Nachkommen sollten im Paradies leben und sich entwickeln, aber sie sollten das Gesetz des Paradieses einhalten. Die Sünde Adams war schwerwiegender als die Sünden der Heiden, denn er sündigte gegen das Gesetz, während die Heiden nur gegen die Natur sündigten. Diese Unterscheidung stützt der Verfasser auf den Römerbrief des Paulus, V. 12-14: „Bis das Gesetz [Adam] gegeben wurde“, so erklärt La Peyrère die Stelle, „war die Sünde [der Heiden] in der Welt; aber die Sünde [der Heiden] wurde nicht zugerechnet, als das Gesetz nicht [Adam] gegeben wurde“. Diejenigen wiederum, „die nicht nach dem Vorbild der Übertretung Adams gesündigt haben“, sind die heidnischen Präadamiten.

Diese Theorie wurde von Anfang an von Gelehrten wie Maresius, Hoornbeek und Voetius von Seiten der reformierten Kirche und von den lutherischen Theologen Calovius, Quenstedt und Hollazius heftig bekämpft. Am 26. November 1655 wurden die Bücher verboten. Im Februar 1656 wurde La Peyrère in Brüssel inhaftiert und es wurde ihm geraten, zu widerrufen und zu konvertieren. Am 11. März 1657 schwor er in Rom vor dem Papst Alexander VII. ab. Er wurde katholisch und Mitglied des Oratoriums.

In jüngerer Zeit wurde ein politischer oder sozialer Präadamismus von Dominic M’Causland („Adam and the Adamite, or the Harmony of Scripture and Ethnology“, London, 1864) und Reginald Stuart Poole („The Genesis of the Earth and of Man“, London, 1860) eingeführt, die den ethnologischen Ansichten von Autoritäten wie Morton, Nott, Gliddon und Agassiz folgen.

Sie behaupten, Adam sei der Stammvater der kaukasischen Rasse, während die anderen Rassen von präadamitischen Vorfahren abstammen, die entweder eine gemeinsame oder verschiedene Abstammung haben. Die in bestimmten Teilen Amerikas vorherrschende Pro-Sklaverei-Stimmung unterstützte indirekt solche präadamitischen Theorien.

Was sagen andere Schriften und Quellen

Wie wir gesehen haben, kann man nur anhand der Bibel nicht eindeutig schließen, dass Adam der erste Mensch war, der jemals auf der Erde wandelte. Die Informationen darin sind zu lückenhaft, um sich ein klares Bild machen zu können und lässt viel Raum für Interpretationen.

Denken Sie an den Bericht über Noah und die große Flut. Alle Menschen wurden ausgerottet, außer Noah und seiner Familie. Es ist durchaus möglich, dass aus dieser Katastrophe ein neuer Adam und eine neue Eva hervorgingen und der Zyklus von neuem begann. Daher ist es nicht völlig unvernünftig, daran zu zweifeln, ob Adam und Eva wirklich die ersten Menschen auf der Erde waren.

Im Buch Genesis lesen wir, dass die Erde formlos und leer war, aber wir lesen auch, dass die Erde bereits von Wasser bedeckt war, und Wissenschaftler finden jetzt unter den großen Gewässern der Welt Hinweise auf ganze Zivilisationen. Diese Erkenntnisse werfen mehr Fragen als Antworten auf.

Die Erde war noch leer und öde, Finsternis herrschte über dem Wasser und Gottes Geist schwebte über den Fluten. – 1 Mose 1:2

Viele Ereignisse, die in den biblischen Texten dokumentiert sind, scheinen von der Wissenschaft bestätigt zu werden. Können diese beiden scheinbar gegensätzlichen Systeme nebeneinander bestehen und zusammenkommen, um uns ein vollständigeres Bild von unserer Herkunft zu vermitteln?

Welche andere Quellen stehen uns zur Verfügung? Im Urantia-Buch ist ebenfalls davon die Rede, dass es bereits nicht so weit entwickelte Menschen vor der Ankunft Adams auf Erden gab. Das Urantia-Buch finden Sie auf unserer Ebook-Seite zum kostenlosen Download

Auch die Berichte über Atlantis von Edgar Cayce lassen auf zwei unterschiedliche Menschen-Arten – eben die Adamiten und die Prä-Adamiten schließen. Mehr dazu hier: Edgar Cayces Bericht über Atlantis

Nun handelt es sich aber bei den genannten Quellen um so genanntes gechanneltes Material und jeder möge sich selbst seine Meinung dazu bilden.

Organische Portale

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang das Konzept der „organischen Portale“, welches in einer 7-teiligen Video-Reihe dargelegt wird.
Auch hier wird der Frage nachgegangen, ob es diese zwei Arten von Menschen gibt – die adamischen und die präadamischen – hier aber als organische Portale bezeichnet.

U. a. wird auf die Frage, was ist ein Organisches Portal eingegangen, den Sündenfall der adamischen Rasse, die Vermischung der Rassen, wie sieht ein organisches Portal die organische Welt, die Frage nach der Kreativität und die Identifizierung von organischen Portalen.

Auch wird aus Boris Mouravieff, “Schwellen und Treppenhaus”, eine Abhandlung über den Prozess der esoterischen Entwicklung des Menschen gelesen. Dabei ist das Modell ein Treppenhaus und die Stufen stellen eine absteigende Oktave auf der Tonleiter dar. Außerdem sind Auszüge aus Boris Mouravieffs “Gnosis”-Reihe vorhanden.

Es geht darin um die biblische Schöpfungsgeschichte, die Schaffung der präadamischen und adamischen Menschheit, den Fall Adams und die kritische Situation auf der Erde aufgrund der Überlegenheit der Prä-Adamiten. In den Videos finden sich u. a. auch viele Zitate von Gurdjieff, Sri Aurobindo und Rudolf Steiner.

Hier geht es zur Video-Reihe „Organische Portale“


Dazu passende Artikel:

Atlantis

Die Schöpfungsgeschichte und die Entstehung des Bösen in der Welt