Sexualität und Yoga

Sexualität, Tantra und Yoga

Die authentische Yoga-Tradition enthüllt einen ganz anderen Ansatz über Liebe und Sexualität, der viel positiver und vollkommener ist als die wirren und grotesken Vorstellungen, die für viele westliche Menschen bezeichnend ist, die falsch informiert oder unterrichtet wurden.

Die alten Philosophien erkannten an, dass der hohe Genuss des  Liebesspiels, der auf weise Art verfeinert und kontrolliert wird, ein kraftvolles Mittel zur Bewusstseinserweiterung ist und die spirituelle Entwicklung verstärkt. Die Chinesen des Altertums wussten dies sehr wohl und haben es auf diese Weise ausgeübt, so wie auch andere Völker im Osten, insbesondere die Anhänger des indischen Tantra-Yoga.

Es gibt zahllose Tempel, die mit erotischen Skulpturen von exquisiter Schönheit verziert sind, in Indien, China, Japan, Nepal, Tibet, Thailand etc. Im Osten gibt es viele religiöse und spirituelle Symbole mit erotischer Assoziation und Statuen, die Paare in intimer Verschmelzung darstellen. Ein aktives Sexualleben, das perfekt kontrolliert wird, ist keineswegs inkompatibel zur Yoga-Praxis oder der spirituellen Entwicklung.

So sind Yoga-Praktizierende keineswegs zur Abstinenz verurteilt, vielmehr verbessern die Yoga-Techniken die sexuelle Leistung und erhöhen die erotischen Gefühle. Dies ermöglicht eine vollständige Kontrolle über die erotischen Energien, um sie in höhere Energien zu transformieren.

Die auf diese Weise bereicherte Sexualität, die im Licht der tantrischen Geheimnisse erlebt wird, behindert nicht die spirituelle Entwicklung, sondern beschleunigt sie und bildet dafür in den Tiefen des Wesens eine ernsthafte Grundlage.

Viele Menschen vermuten fälschlicherweise, dass der Fortschritt im Yoga gänzlich von strenger Abstinenz bedingt wird, ja sogar von der vollständigen Abgeschiedenheit des Lebens als Einsiedler. Offensichtlich ist dies nicht wahr. Yoga vermittelt die Möglichkeit zur aktiven Abstinenz (d.h. mit Transmutation des sexuellen Potentials und Sublimierung der Energie durch spezielle Yoga-Techniken), aber auch zur sexuellen Kontinenz, die die intelligente Anwendung und perfekte Kontrolle der sexuellen Funktion voraussetzt.

Sex und Yoga

Was ist Tantra-Yoga?

Tantra Yoga ist eine vielschichtige Philosophie des Loslassens und der Erleuchtung durch perfekte Kontrolle des maximalen Genusses, wobei der Yoga die Gesamtheit aller praktischen Mittel ist, um dies vollständig zu erreichen. Die präzise Praxis der Yogatechniken steigert nicht nur die sexuelle Leistungsfähigkeit, sondern bringt auch eine tiefe, angemessene Vorstellung vom Liebesspiel mit sich.

Die spirituelle Erleuchtung und das Loslassen können auch durch das vollständig kontrollierte Erleben der Genüsse des Lebens erreicht werden, die letztendlich in die höchsten Zustände des Bewusstseins transmutiert und sublimiert werden.

Trotz all der von unserer heutigen Gesellschaft unterstützten “sexuellen Freiheit”, die im Grunde eher eine Ausschweifung ist, die zu einer schnellen Entkräftung führt, bleibt die Mehrheit der Frauen bezüglich Erotik und Sexualität blockiert und gehemmt. Yoga lehnt diese Situation ab und bedauert sie. Insbesondere kann Tantra Yoga den intelligenten und sinnlichen Frauen ein blühendes sexuelles und spirituelles Leben bei einer minimalen Anstrengung sichern, zumal diese zwei Aspekte eng miteinander verbunden sind.

Aufgrund Unwissenheit und Vorurteilen müssen sich eine unglaubliche Anzahl von Frauen weiter mit Problemen bezüglich ihrer eigenen Sexualität auseinandersetzen. Viele Frauen sind weiterhin durch Ängste paralysiert und bleiben weiter ein Opfer des brutalen und beengenden Einflusses ihrer anti-erotischen Erziehung.

Bewusst oder unbewusst betrachten viele Frauen Sexualität immer noch als unangenehm. Manchmal sind sie überzeugt, dass Sexualität einen obligatorischen üblen Teil der Ehe darstellt, den sie schließlich als eine „Pflicht“ betrachten, die erfüllt werden muss, um eine „gute Ehefrau“ zu sein. Für manche Frauen zerstört diese falsche Vorstellung den Genuss und kann in äußersten Fällen zu Frigidität führen.

Für andere Frauen aber bedeutet ihre Anziehung zum sexuellen Genuss eine angebliche Sünde, denn es wurde ihnen immer wieder gesagt, dass eine anständige Frau nicht “sexy” sein darf. Vor gar nicht allzu langer Zeit hielt man Frauen für unfähig, erotische Gefühle zu erleben. Daher war es eine anerkannte Tatsache, dass es die Pflicht der Frau war, den Genuss des Mannes zu sichern, während ihre einzige erlaubte Freude die der Zeugung war. Folglich stand sexueller Genuss für sie außer Frage, da Frauen bekanntlich keine sexuelle Sehnsucht hatten. Diese Situation wurde während der Viktorianischen Zeit in England geschaffen und die Gründer des britischen Reiches, unterstützt von den angelsächsischen Missionaren, verbreiteten diese sonderbare Sichtweise weltweit.

Auf lange Sicht konnte man erwarten, dass heutzutage die Frau als ein zutiefst sinnliches Wesen anerkannt wird. Hierzu bringen die alten Traditionen das wichtige Argument, dass der intensive Genuss, den die beiden Liebenden zusammen erleben, wenn er intelligent verfeinert und kontrolliert wird, ein kraftvolles Mittel für die Bewusstseinserweiterung sein kann, welches die spirituelle Entwicklung von beiden beschleunigt.

tantra yoga

In der tantrischen Tradition wird die Frau dank ihrer Talente als ein vollständiger Teil des frenetischen sexuellen Spiels, an dem sie gemäß ihren Möglichkeiten teilnimmt.

In Anbetracht dieser Situation sollte hervorgehoben werden, dass Sexualität eine normale menschliche Funktion ist, über die man sich genau so wenig schämen braucht, wie über essen und schlafen. Sexualität ist eine natürliche, jedem zugängliche Quelle vollkommener Freude und Genusses sowie eine recht ästhetische Art, seine Persönlichkeit auszudrücken.

Der Impuls – die Erregung –, der den Menschen zum Liebesspiel treibt, ist ein Ausdruck der universalen Sehnsucht nach dem Unendlichen, deren Vollendung in der Vereinigung von zwei gegensätzlichen Hälften besteht. Außerdem waren die sieben weisen Männer der Vedischen Tradition (Shapta Rishi) verheiratet und ihre Frauen waren bekannt dafür, dass sie ein hohes spirituelles Niveau erreicht hatten.

Im Yoga bedeutet das Wort Brahmacharya weder im etymologischen noch im traditionellen Ansatz Abstinenz; nur aufgrund neuester irriger Interpretationen sind mehrere Missverständnisse entstanden. Brahmacharya bedeutet eigentlich, dass die Sinnlichkeit perfekt kontrolliert und sublimiert werden soll.

Links zum Thema:

Tantra Yoga: Tief erfüllende Sexualität (experto.de)

Tantra Yoga | Mehr als nur Sex | 5 Übungen für Zuhause (yoga-stilvoll.de)

Yoga und Sex: Deshalb haben Yogi:nis mehr Spaß im Bett (yogaeasy.de)

Yoga für besseren Sex: Diese Yoga-Übungen befeuern Ihr Liebesleben (rtl.de)

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