Jeshua, wer bist Du?

Unterhaltung mit Jeshua, Oktober 2002

Ins Deutsche übersetzt von Dorothee Geray, 2006
Korrektur der deutschen Übersetzung: Doris Hornig, 2012

Quelle: http://www.jeshua.net/de/


Ich bin der, der unter Euch gelebt hat und den Ihr als Jesus kennen gelernt habt. 
Ich bin nicht der Jesus Eurer Kirchentradition oder der Jesus Eurer religiösen Schriften.
Ich bin Jeshua-ben-Joseph; ich habe gelebt als Mensch aus Fleisch und Blut. 
Ich habe vor Euch das Christus-Bewusstsein erlangt, wurde darin aber unterstützt durch Kräfte, die im Moment Eure Vorstellungswelt weit übersteigen. Mein Erscheinen war ein kosmisches Geschehen – ich habe mich dafür zur Verfügung gestellt.

Es war nicht einfach. Es ist mir nicht gelungen, den Menschen die Unermesslichkeit  von Gottes Liebe wirklich nahe zu bringen. Es gab da viele Missverständnisse. Ich kam zu früh, aber irgendjemand musste da kommen. Mein Kommen war so, wie wenn man einen Stein in einen großen Fischteich wirft. Alle Fische fliehen und der Stein sinkt in die Tiefe. Aber noch lange danach sind die Wellen, die der Stein verursacht hat, zu sehen. Man könnte sagen, dass die Art von Bewusstsein, die ich bringen wollte, ihre Arbeit anschließend im Untergrund weitergeführt hat. An der Oberfläche des Teiches gab es ständig Wellenbewegungen; wohlmeinende, aber doch irregeführte Interpretationen, die in meinem Namen gegeneinander kämpften. Diejenigen, die von meiner Energie berührt wurden, bewegt vom Impuls der Christus-Energie, konnten dies nicht wirklich in ihre psychische und physische Realität integrieren.

Es hat lange Zeit gedauert, bevor die Christus-Energie auf der Erde Fuß fassen konnte. Aber jetzt ist die Zeit reif. Und ich bin zurückgekehrt und spreche durch viele, durch alle und zu jedem, der mich hören möchte und der kommt, um mich aus der Ruhe seines Herzen heraus zu verstehen. Ich predige nicht und verurteile nicht. Meine tiefste Hoffnung ist, Euch von der unendlichen und unerschütterlichen Gegenwart der Liebe, die Euch immer zur Verfügung steht, erzählen zu können.

Ich bin Teil eines viel größeren Bewusstseins, einer größeren Einheit, aber ich, Jeshua, bin der Teil dieser Einheit (oder anders ausgedrückt: dieses Bewusstseinsfeldes), der sich inkarniert hat, also menschlicher Körper wurde. Ich mag den Namen Jesus nicht sehr, da er von der verzerrten Version dessen, wofür ich stehe, so vereinnahmt wurde. „Jesus“ gehört den Kirchentraditionen und Autoritäten. Er wurde zurechtgebogen, um jahrhundertelang den Interessen der Kirchenoberhäupter zu dienen, so sehr, dass das gegenwärtige Bild von Jesus heute so weit von dem entfernt ist, was ich repräsentiere, dass es mir wirklich recht wäre, wenn Ihr davon einfach loslassen und mich von diesem Erbe befreien könntet.

Ich bin Jeshua, ein Mann aus Fleisch und Blut,
ich bin Euer Freund und Bruder,
Ich weiß sehr gut wie es ist Mensch zu sein,
ich bin Lehrer und Freund.
Fürchtet mich nicht. Umarmt mich, wie Ihr einen der Euren umarmen würdet. 
Wir sind eine Familie.


Jeshua, Jesus und Christus

Die Christus-Energie, die ich Euch angeboten habe, stammt von einer kollektiven Energie, die über die Welt der Dualität hinausgegangen ist. Das bedeutet, dass sie die Gegensätze von Gut und Böse, von Licht und Dunkel, von Geben und Nehmen als Aspekte ein und derselben Energie anerkennt. In der Realität des Christus-Bewusstseins zu leben bedeutet, gegen nichts anzukämpfen. Es bedeutet eine absolute Akzeptanz der Realität. Diese Abwesenheit von Kampf oder Widerstand ist ihr Hauptmerkmal. Da Christus (oder die Christus-Energie) die Gegensätze aller Gedanken, Gefühle und Taten als Manifestation der einen göttlichen Energie betrachtet, kann es keine Dualität geben, kein Urteil darüber, wie „sie“ (die Christus Energie) die Realität erfahren soll.

Lasst mich Euch hier ein Beispiel geben: Wenn die Christus-Energie in Euch einen bewaffneten Konflikt zwischen Menschen beobachtet, dann weint ihr Herz um das Schicksal der Geschlagenen, aber sie urteilt nicht. Sie fühlt den Schmerz und die Erniedrigung mit jedem Schlag, und ihr Herz ist erfüllt von Mitgefühl, aber sie urteilt nicht. Sie beobachtet den Herausforderer, den mit der Waffe, der die Macht hat, der den Konflikt gebracht hat, und sie fühlt … den Hass und die Bitterkeit in ihm und ihr Herz schmerzt, aber sie urteilt nicht. Das Herz Christi umarmt das ganze Spektakel mit tief empfundenem Mitgefühl, aber ohne Urteil, da sie alle Aspekte als Erfahrungen erkennt, die sie selbst schon durchgemacht hat. Sie selbst hat all diese Rollen schon einmal durchlebt, sie war Angreifer und Opfer, Herr und Sklave und sie ist zu dem Schluss gekommen, dass sie nichts davon ist, sondern das, was beiden zugrunde liegt.

Die Christus-Energie ist durch alle Energien der Dualität hindurchgegangen. Sie identifizierte sich mal mit dem Dunkel, dann mit dem Licht, und durch all diese Erfahrungen hindurch, blieb etwas in ihr immer gleich. Und als sie diese „Gleichheit“, die all ihren Erfahrungen zugrunde lag, erkannte, erlangte ihr Bewusstsein eine neue Stufe der Einheit: es war „christianisiert“. Die christianisierte Energie ist die Energie, die Euch anzubieten ich gekommen bin.

Wer ich war, ist ziemlich schwierig zu erklären. Ich will es versuchen, indem ich zwischen den drei „Identitäten“ unterscheide: Jeshua, Jesus und Christus.

Ich, derjenige, der jetzt spricht, bin Jeshua. Ich war der Mensch, der die Christus-Energie bei meiner Inkarnation auf der Erde in mir trug. Diese Energie kann auch als Christus bezeichnet werden.

Jesus ist – in meiner Terminologie – der Name für jenen gottgleichen Mann, der das Resultat der Verschmelzung zwischen der Christus-Energie und der physischen und psychischen Realität von Jeshua war.

Die Christus-Energie wurde Jeshua von Sphären des Lichts, die – von Eurem Standpunkt aus – in der Zukunft liegen, injiziert. Jesus war der Mann, der Wunder bewirkte und Prophezeiungen aussprach. Jesus war ein Abgesandter dieser Sphären des Lichts, der sich durch mich inkarnierte. Tatsächlich war er meine Zukunft. Jesus war, aus meiner Perspektive als Jeshua, der auf der Erde lebte, mein zukünftiges Selbst, das eins mit der Christus-Energie geworden war. Da der Christus in ihm klar vorhanden und für viele Menschen in seiner Umgebung sichtbar war, erschien er ihnen als göttlich.

Ich, Jeshua, war ein Mensch aus Fleisch und Blut. Der einzigartige und in gewisser Weise auch künstliche Aspekt der Jesus-Konstruktion lag darin, dass ich mein christianisiertes Selbst aus der Zukunft übernommen hatte. Ich wurde nicht christianisiert aufgrund meiner Vergangenheit und der Erfahrungen, die ich gemacht hatte. Ich erfuhr Erleuchtung nicht auf die übliche Art und Weise, sondern sozusagen aufgrund eines Eingriffes von außen, durch eine Infusion der Christus-Energie aus der Zukunft. Ich hatte mich schon vor diesem Leben bereit erklärt, diese Rolle zu übernehmen. Ich hatte eingewilligt, durch die Präsenz Jesus’ „überschattet“ zu werden, einerseits, um einen Dienst zu leisten, und andererseits aus dem tief empfundenen Verlangen heraus, die Realität meines tiefsten Potentials kennen zu lernen.

Jesus, mein zukünftiges Ich aus den Sphären des Lichts, war eins mit der Christus-Energie geworden. Und doch repräsentierte er nicht die gesamte Christus-Energie hier auf Erden, denn diese Energie umfasst viel mehr als Jesus. Er ist ein Teil oder eine Zelle davon.

Christus, oder die Christus-Energie (es ist eher ein Energiefeld als eine Persönlichkeit) ist eine kollektive Energie, die viele Aspekte bzw. „Zellen“ hat, die so zusammenwirken, dass sie als „Organismus“ funktionieren. Alle Zellen leisten einen einzigartigen Beitrag zum Ganzen und erfahren sich selbst  als Individuen, während sie gleichzeitig auch Teil des Ganzen sind. Man könnte diese verschiedenen Aspekte der Christus-Energie auch als Engel oder als Erz-Engel bezeichnen. Es ist ein Erkennungszeichen von Engeln, dass sie sowohl einen Sinn für Individualität als auch einen hohen Grad von Selbst-Losigkeit besitzen, was ihnen erlaubt, sich mit den kollektiven Energien eins zu fühlen und ihren Dienst freudvoll zu erbringen. Der Begriff des (Erz-)Engels ist näher ausgeführt im letzten Kapitel der Lichtarbeiter-Serie (Euer Erleuchtetes Selbst).


Jesus’ Mission auf Erden

Jesus war eine Energie der Zukunft, die zur Erde kam, um der Menschheit Erleuchtung und Wissen zu bringen. Er kam von einer anderen Welt oder sogar von einer anderen Dimension und er brachte die höhere Energie dieser Wirklichkeit mit sich. Das Bewusstsein von seinem eigenen Höheren Selbst blieb auch, als er auf Erden geboren wurde, intakt. Wegen seiner Gegenwart in mir, Jeshua, konnte ich mit Leichtigkeit die Anpassungsfähigkeit materieller Gesetzmäßigkeiten erkennen und „Wunder vollbringen“.

Der Grund dafür, dass die Jesus/Jeshua-Persönlichkeit auf die Erde kam, war der Wunsch, den Weg für eine neue Ebene des Bewusstseins zu ebnen. Ich wollte ein Beispiel dafür geben, welche Möglichkeiten jedem Menschen offen stehen.

In den Sphären des Lichts, von denen Jesus kam, hatte man gefühlt, dass die Erde in eine Richtung ging, die in großer Dunkelheit und Selbst-Entfremdung für die Seelen, die in das Erde-Experiment verstrickt waren, enden würde. Es wurde entschieden, dass ein kraftvoller Ansporn für Veränderungen gegeben werden sollte, der den Menschen klar aufzeigen würde, welche Chancen für sie erreichbar waren. Indem wir ihnen die Energie-Persönlichkeit von Jesus schickten, wollten wir den menschlichen Wesen einen Spiegel vorhalten und sie an ihre eigene göttliche Herkunft und das schlafende Potential, das sie in sich tragen, erinnern. Das Potential für Frieden, Freiheit und  Meisterschaft über ihr Leben.

Jedes menschliche Wesen ist Meister seiner eigenen Realität. Ihr erschafft Eure eigene Realität jede Minute Eures Lebens. Ihr könnt jederzeit eine miserable und unbefriedigende Realität aufgeben und Licht einlassen, um Eure Schöpfung zu verändern. Der Mensch ist sein eigener Meister, aber er neigt dazu, seine Macht an außerhalb seiner selbst liegende Autoritäten abzugeben. Autoritäten, die vorgeben, die Wahrheit zu kennen und das Beste für ihn zu wollen. Das geschieht in der Politik, in der Medizin, Erziehung etc. etc.. Genauso ist Eure „Unterhaltungs-Industrie“ voller falscher Bilder über Glück, Erfolg und Schönheit, die niemandem nutzen ausser denjenigen, die sie verbreiten. Habt Ihr Euch je Gedanken darüber gemacht, wie viel Geld für die Schaffung dieser Bilder ausgegeben wird? In den Medien, den Zeitschriften, den Filmen, im Radio und Fernsehen, ständig werden irgendwelche Bilder verbreitet. Woher kommen sie? Weshalb sind sie da? Wer erschafft sie?

Bilder sind ein Mittel, um Macht über Menschen auszuüben. Bilder können Menschen unterwürfig machen und von ihren eigenen wahren Bedürfnissen ablenken, ohne dass dafür Gewalt oder physische Kraft eingesetzt werden müssten. Bilder können Menschen dazu bringen, freiwillig ihre eigene Macht und ihr Selbstwertgefühl aufzugeben. Sie lullen Euch ein, so dass Ihr nicht mehr gewaltsam zu etwas gezwungen werden müsst. Ihr nehmt die Werte, die durch die Bilder dargestellt werden, als Eure eigenen an und verhaltet Euch dementsprechend. Das ist etwas, was wir als unsichtbare Gehirnwäsche bezeichnen und was in Euren „freien“ westlichen Gesellschaften wild wuchert.

Die Funktion des Lichts besteht in erster Linie darin, Klarheit, Aufmerksamkeit und Transparenz in die unsichtbaren Strukturen zu bringen, die Euer Leben formen. Licht ist das genaue Gegenteil von Gehirnwäsche. Wenn Licht in eine Realität kommt, zerbricht es die Fesseln von Kraft und Autorität und bringt die Hierarchien, die darauf basieren, zum Einsturz. Es bringt Machtmissbrauch ans Tageslicht und befreit die Menschen von den Täuschungen und Illusionen, die ihnen ihre Fähigkeit zur Selbstbestimmung nehmen.

Jesus war eine Gefahr für die bestehende Ordnung der Zeit, in der er lebte. Durch das, was er den Menschen erzählte und allein durch seine Ausstrahlung sorgte er dafür, dass die Machtstrukturen als das gesehen wurden, was sie wirklich waren. Das war für die damalige Hierarchie unerträglich und inakzeptabel.

Die Rolle eines Lichtarbeiters, die Jesus auf sich nahm, war schwer; vor allem für mich, Jeshua, den Menschen, der sich einverstanden erklärt hatte, diese intensive, strahlende Energie während meines Lebens auf der Erde zu tragen. Ich, Jeshua, wurde beinahe überschattet durch die Kraft von Jesus’ Gegenwart, die Gegenwart meines zukünftigen Selbst! Auch wenn es mir tiefe Einsichten, Liebe und Inspirationen  brachte, war es doch körperlich eine große Herausforderung, diese Energie zu tragen  oder „auszuhalten“. Ich konnte diese Energie nicht wirklich in mein körperliches Dasein integrieren – die Zellen meines Körpers waren dafür einfach noch nicht bereit – und so war mein Körper auf physischer Ebene durch diese intensiven Lichtenergien völlig erschöpft. Abgesehen von diesem körperlichen Aspekt, bedeutete das Vorhandensein der Christus-Energie für mich auch eine psychologische Bürde. Ich fand es sehr schwer, mitansehen zu müssen, wie die Natur der Christus-Energie häufig fehlinterpretiert wurde, sogar durch meine besten Freunde oder meine „Jünger“. Als menschliches Wesen, welches ich war, war ich manchmal verzweifelt und zweifelte am Wert der Reise, die ich hier unternahm. Ich fühlte, dass die Welt noch nicht bereit war für die Christus-Energie. Ich fühlte, dass ihr Wesen noch nicht erkannt wurde. Jesus war ein echter Pionier seiner Zeit.


Die Folgen von Jesus’ Anwesenheit auf der Erde

Dadurch, dass Jesus auf die Erde kam, wurde eine Saat ausgebracht. Es war die Saat der Christus-Energie. Die Menschen wurden bewegt durch das, was ich sagte und tat, und unbewusst, auf ihrer Seelenebene, erkannten sie die Christus-Energie. Tief in ihren Seelen wurde eine Erinnerung wach. Etwas wurde berührt und kam in Bewegung.

An der Oberfläche, auf der Ebene, die in der materiellen Welt gesehen und gefühlt werden kann, hat mein Kommen große Bewegung ausgelöst. Nach dem Gesetz der Dualität ruft eine machtvolle Infusion von Licht eine kraftvolle Reaktion des Dunkel hervor. Das ist nur eine Frage der Logik. Licht ist konfrontierend. Es versucht, Machtstrukturen zu zerbrechen und unterdrückte Energien freizusetzen. Dunkelheit ist eine Energie, die unterdrücken und kontrollieren will. So ist klar, dass diese beiden Energien unterschiedliche Ziele haben. Wo die eine an Stärke gewinnt, wird die andere zurückschlagen, um sich zu verteidigen und die Balance wiederzuerlangen. Und so rief mein Kommen auf der Erde viel Kampf und Gewalt hervor, als Gegenreaktion zu dem Licht, das zu verteilen ich gekommen war.

Die Verfolgung meiner Anhänger, der frühen Christen, ist ein Beispiel für diese heftige Gegenreaktion. Aber die Christen selbst, die Gründer der Kirche, scheuten ebenfalls nicht vor Gewalt zurück, um meine Lehren zu verbreiten. Denkt nur an die Kreuzzüge und die Inquisition. Im Namen Christus’ wurden die barbarischsten Schandtaten der Dunkelheit begangen, sowohl durch Christen als auch durch Nicht-Christen.

Die Meister des Lichts, die beschlossen hatten, mich als ihren Abgesandten auf die Erde zu schicken, waren sich der Tatsache bewusst, dass die intensive und beispiellose Energie Jesus’ starke Reaktionen der Dunkelheit hervorrufen könnte. Jesus durchdrang die Realität der Erde wie ein Komet. Es war eine Art Notfallmaßnahme der Sphären des Lichts, von Energien, die zutiefst besorgt waren über die Erde und ihre Bewohner. Es war ein ultimativer Versuch, die Richtung, auf die die Erde zusteuerte, zu verändern; ein Weg, die Kreisläufe von Unwissenheit und Zerstörung, die sich ständig wiederholten, zu durchbrechen.

Die Resultate waren zwiespältig. Auf der einen Seite rief das Licht von Jesus viel Dunkelheit hervor (als Gegenreaktion). Auf der anderen Seite war die Saat des Christus-Bewusstseins in den Herzen einer Anzahl von Menschen ausgebracht. Ein wichtiger Grund für mein Kommen war die Erweckung der Lichtarbeiter-Seelen auf der Erde (vgl. das übrige gechannelte Material zur Erklärung des Begriffs Lichtarbeiter). Sie würden besonders aufmerksam und aufnahmebereit für meine Energien sein, auch wenn viele von ihnen ebenfalls in der Dichte und Dunkelheit der Erd-Ebene orientierungslos geworden waren. Lichtarbeiter sind in Wirklichkeit Abgesandte des Lichts mit derselben Aufgabe wie Jesus. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass sie dadurch, dass sie in einem menschlichen Körper geboren wurden, weniger mit ihrem höheren göttlichen Selbst verbunden sind, als ich es damals war. Sie sind anfälliger für karmische Belastungen und die Illusionen der Erd-Ebene. Sie sind mehr an die Vergangenheit gebunden. Mit der Inkarnation Jesus’ war etwas Besonderes geschehen. Jesus war frei von karmischen Bindungen an die Vergangenheit und konnte daher viel direkter mit seiner Göttlichkeit in Verbindung treten. Er war auf eine etwas künstliche Art und Weise hergekommen, ein Gesandter der Zukunft, hier und dort zur gleichen Zeit.

Das Bewusstsein der Wesen des Lichts, die gemeinsam beschlossen hatten, die Energie Jesus’ in die Erd-Realität einzubringen, war nicht perfekt und unfehlbar. Jedes bewusste Wesen unterliegt ständig einem Prozess der Entwicklung und des Selbstverständnisses. Unter den Menschen besteht die hartnäckige Annahme, dass alle Dinge durch einen göttlichen Plan vorherbestimmt seien. Dahinter steht die Vorstellung eines dominanten, allmächtigen Gottes. Aber diese Vorstellung ist falsch. Es gibt keine Vorherbestimmung durch eine äussere Macht. Es gibt nur Möglichkeiten, die das Resultat innerer Auswahlprozesse sind, die Ihr selbst durchführt. Mein Kommen auf die Erde geschah auf der Grundlage eines Entschlusses einer kollektiven Lichtenergie, von der Jesus ein Teil war. Es war eine Wahl, die Risiken und einen ungewissen Ausgang in sich trug.

Diese kollektive Lichtenergie, von der ich spreche, ist ein himmlisches Reich, das tief mit der Menschheit und der Erde verbunden ist, weil es geholfen hat, den Menschen und die Erde zu erschaffen. Genauer gesagt, seid Ihr ein Teil von ihm und überhaupt nicht davon getrennt, aber das ist jetzt multidimensional betrachtet, d.h. auf einer Bewusstseinsebene, die jenseits Eures Vorstellungssystems von linearer Zeit liegt. In einer anderen Dimension oder einem anderen Zeitbegriff seid Ihr diese Engel, aus denen die Sphäre des Lichts besteht, von denen Jesus auf die Erde herabstieg (vgl. den letzten Teil der Lichtarbeiter-Serie „Euer Licht-Selbst“ für eine tiefer gehende Erklärung der Multidimensionalität und Eurer himmlischen Natur). Ihr – die Lichtarbeiter – seid wesentlich stärker verknüpft mit dem Jesus-Geschehen, dieser Infusion der Christus-Energie auf Erden, als Ihr vermutet. Es war in gewisser Weise ein kollektives Unterfangen, zu dem Ihr alle beigetragen habt, und dessen sichtbarer, körperlicher Repräsentant ich, Jeshua, war.

Meine Botschaft war, dass die Christus-Energie in allen menschlichen Wesen als Saatkorn vorhanden ist. Wenn Ihr zu mir als eine Art Autorität aufschaut, dann habt Ihr meine Botschaft missverstanden.

Ich wollte und will Euch immer noch dazu einladen, an Euch selbst zu glauben, die Wahrheit in Euren eigenen Herzen zu finden und nicht irgendeiner Autorität außerhalb Eurer Selbst zu folgen.

Ironischerweise hat die offizielle christliche Religion mich außerhalb Eurer Realität und als eine Autorität, die man anbeten und der man gehorchen muss, aufgestellt. Das ist ziemlich genau das Gegenteil dessen, was ich beabsichtigte. Ich habe vor, Euch zu zeigen, dass Ihr selbst ein lebendiger Christus sein könnt.

Ich bitte Euch nun, den Christus in Euch zu erkennen und mir meine Menschlichkeit zurückzugeben.

Ich bin Jeshua, ein Mann aus Fleisch und Blut, und wirklich ein Freund und Bruder von Euch allen.

© Pamela Kribbe
www.jeshua.net

 

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