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	<title>Kundalini-Yoga &#8211; LIFE &amp; LOVE</title>
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	<title>Kundalini-Yoga &#8211; LIFE &amp; LOVE</title>
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		<title>Feueratem für einen klaren Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[onlinemedia]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 21:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pranayama]]></category>
		<category><![CDATA[Kundalini-Yoga]]></category>
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					<description><![CDATA[Feueratem ist eine machtvolle Yoga-Atemübung (Pranayama), die vor allem im Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga praktiziert wird. Der Feueratem reinigt den Körper, aktiviert die Lebensenergie (Prana) und führt zu mehr Klarheit, Kraft und innerer Reinigung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Der Feueratem für einen klaren Geist</h3>
<blockquote><p>&#8222;Lerne das kalte Feuer zu entfachen und zu beherrschen. Es ist der Hitze Deiner Gefühle weit überlegen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Feueratem ist eine machtvolle Yoga-Atemübung (Pranayama), die vor allem im Hatha-Yoga und Kundalini-Yoga praktiziert wird. Der Feueratem reinigt den Körper, aktiviert die Lebensenergie (Prana) und führt zu mehr Klarheit, Kraft und innerer Reinigung. Er ist auch unter den Bezeichnungen Kapalabhati („schädelleuchtend“) und Bhastrika („Blasebalg-Atem“) bekannt.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-56487 size-full" src="https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/Kapalabhati-pranayama.jpg" alt="Feueratem - Kapalabhati" width="800" height="494" srcset="https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/Kapalabhati-pranayama.jpg 800w, https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/Kapalabhati-pranayama-300x185.jpg 300w, https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/Kapalabhati-pranayama-768x474.jpg 768w, https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/Kapalabhati-pranayama-400x247.jpg 400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>In den Yogatraditionen gibt es viele spezielle Atemtechniken mit besonderen Wirkungen und für spezielle Zwecke. Wir wollen uns eine der wichtigsten Übungen aus dem Kundalini Yoga und dem Energytraining anschauen. Beim Feueratem handelt es sich um einen hechelnden Zwerchfellatem. Das Zwerchfell ist eine Bindehaut, die sich wie ein weiches Tuch quer durch unseren Körper zieht. Sie trennt den Brustraum vom Bauchraum.</p>
<p><strong>Vorübung:</strong> Setzen Sie sich aufrecht hin. Legen Sie beide Hände seitlich an den Körper, in Höhe der unteren Rippen bzw. in Höhe des Magens. Wenn Sie jetzt die Eingeweide zusammenziehen, dann merken Sie, dass sich der Bauch wirklich seitlich ein bisschen einzieht. Üben Sie das bitte. Machen Sie sich bewusst, dass da eine Bindehaut ist, die sich zusammenziehen kann und die das Innere unseres Körpers in zwei Hälften aufteilt.</p>
<p>Wenn ein Hund schnell gelaufen ist, bleibt er stehen und beginnt zu hecheln. Das ist eigentlich schon der Feueratem. Der Hund wendet es an, um sich abzukühlen, denn er schwitzt mit der Zunge. Zusätzlich wird durch den Feueratem in unserem Gehirn innerhalb von nur einer Minute die alpha-Frequenz einjustiert. Das bedeutet, wir werden vom Gehirn her ruhiger und intuitiver. Wenn wir uns in den Alltagsstress verbeißen, dann sind wir voll aktiv auf Beta-Niveau, bis wir abends Umfallen und ermüdet einschlafen.</p>
<p>Es kann sein, dass uns beta-Wellen noch bis in die Nacht hinein verfolgen und wir nicht zur Ruhe kommen. Wenn wir statt dessen täglich 3x.nur eine Minute Feueratem praktizieren, dann stellen wir uns für diese Zeit ganz bewusst ruhig. Feueratem ist der krasse Gegensatz zum tiefen ruhigen Atem, hat jedoch gleichermaßen eine beruhigende Wirkung. Wir werden wirklich ruhig und wach zugleich! Unser Gehirn wird optimal mit Sauerstoff versorgt. Die Lungenbläschen werden intensiv von Schadstoffen gereinigt.</p>
<p>Manche Ärzte behaupten, ohne es zu kennen, es sei eine Hyperventilation. Das stimmt nicht. Feueratem ist vollkommen unschädlich und ganz im Gegenteil eher ein &#8222;Wunderheilmittel&#8220;. Die Yogis haben diese Methode den Tieren abgeschaut und setzen sie bewusst ein. Akute Spannungen können in wenigen Minuten überwunden werden. Depressionen verschwinden. Die Ladung in unserem körpereigenen, elektromagnetischen Feld steigt.</p>
<p>Wir bekommen buchstäblich mehr Spannkraft, ohne verspannt zu sein! Wir bekommen eine stärkere Ausstrahlung. Unsere Lebensenergie wird stabiler. Das bedeutet, wir haben eine größere Widerstandskraft gegen Infektionen, Schadstoffe und gegen negative Beeinflussungen durch andere Menschen. Unsere intuitive Wirkung auf andere Menschen steigt ganz erheblich an. Unsere Durchsetzungskraft wächst. Wir bekommen endlich die Chance, unsere Energie bewusst einzusetzen und unsere Ziele erfolgreich zu realisieren!</p>
<h4>Die Durchführung des Feueratems:</h4>
<p>Setzen Sie sich möglichst aufrecht auf einen Stuhl. Stellen Sie sich durch das <a href="/tiefer-atem-und-punktsehen/">Punktsehen</a> ruhig. Atmen Sie einige tiefe, ruhige Atemzüge. Dann legen Sie bitte für den Anfang eine Hand auf den Bauch. Atmen Sie jetzt ganz bewusst aus. Ziehen Sie dabei den Bauch und den Magen etwas ein. Sie fühlen, wie der Bauch sich zusammenzieht und nach innen geht. Dabei spüren Sie deutlich, dass etwas Luft aus der Lunge entweicht. Das Zwerchfell zieht sich zusammen und drückt Luft aus der Lunge.</p>
<p>Sie atmen also etwas Luft <strong>aktiv aus!</strong> Dann lassen Sie einfach den Bauch los. Das Zwerchfell entspannt sich. Der Bauch kommt wieder nach vom. Der innere Lungenraum erweitert sich zum Bauch hin. Automatisch wird etwas Luft eingesogen. Sie atmen also <strong>passiv ein!</strong> Aktiv den Bauch einziehen und dann wieder loslassen. Aktiv einen Schluck Luft ausatmen und passiv etwas Luft einströmen lassen. Nun steigern Sie bitte den Atemrhythmus, bis Sie auf eine ganz schnelle Frequenz kommen von etwa 2 Atemzügen pro Sekunde! Sie atmen also ganz leicht, flach und intensiv durch die Nase. Der Brustkorb bleibt ruhig.</p>
<p>Mit jedem Atemzug wird nur ein klein wenig Luft ausgetauscht. Die Frequenz ist jedoch sehr hoch. Auf diese Weise gerät die Luft in der Lunge in Zirkulation. Die ganze Lunge wird durchlüftet. Die Luft in unserer Lunge wird negativ ionisiert. Das brauchen wir, damit wir die Energie in unserer Atemluft optimal verwerten können.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-56491" src="https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/feueratem.jpg" alt="feueratem" width="655" height="340" srcset="https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/feueratem.jpg 655w, https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/feueratem-300x156.jpg 300w, https://www.lifeandlove.de/wp-content/uploads/2026/03/feueratem-400x208.jpg 400w" sizes="(max-width: 655px) 100vw, 655px"></p>
<p>Frische Waldluft ist negativ geladen und sie tut uns gut. Abgestandene, schwüle Luft vor einem Gewitter ist positiv geladen und ermüdet uns. Nach dem Gewitter ist die Luft garantiert negativ ionisiert und wir atmen erleichtert tiefer durch. Schon nach einer Minute Feueratem haben wir ein verändertes, klares und ruhiges Lebensgefühl! Eine Minute auf diese Weise zu atmen kommt Ihnen am Anfang sicherlich lang vor, aber schon bald haben Sie sich daran gewöhnt. Eine Dauer von 1 -3 Minuten ist vollkommen ausreichend.</p>
<p>Wer normalerweise flach und verkrampft atmet, tauscht nur einen kleinen Teil der Luft im oberen Lungenbereich aus. Unten in den Lungenspitzen befindet sich bei den meisten Menschen abgestandene, verbrauchte Luft. Der Gestank im Verkehr in unseren großen Städten lässt uns ja kaum noch frei atmen. Auch jede Art von Stress fuhrt zu einer verkrampften und schlechter Atmung.</p>
<p>Feueratem reinigt die Lunge. Sie wird richtig durchgepustet. Praktizieren Sie Feueratem nur, wenn die Luft einigermaßen sauber ist, auf keinen Fall in einer verpesteten Atmosphäre. Unsere Lebensgewohnheiten sind ganz stark mit einer bestimmten Verhaltensweise verbunden, folglich auch mit einer bestimmten Atemtechnik.</p>
<p>Wir schauen uns das Verhalten der Eltern ab. Ist vielleicht der Vater schon Raucher und hustet oft, die Mutter überlastet, gehetzt und kurzatmig, dann werden die Kinder diesen Zustand als normal empfinden. Sie werden sich ohne direkte Notwendigkeit die schlechten Vorbilder zu eigen machen. Daraus entsteht die individuelle Verhaltensweise, unsere Atmungsroutine.</p>
<p>Mit dieser speziellen Atemtechnik, die wir uns auf Grund unserer Vorbilder angeeignet haben, sind natürlich viele weitere Elemente verbunden. Wer flach und kurz atmet, ist nur begrenzt leistungsfähig. Wir fühlen uns schnell überlastet, ähnlich wie die eigene Mutter, unser Vorbild. Wir neigen zu Bronchialerkrankungen, auch wenn wir gar nicht so schlimm betroffen sind wie der Vater, der ständig raucht. Dieses Routineverhalten kann uns in unserer Entwicklung behindern. Jeder Entwicklungsschritt sollte uns voranbringen. Wir wollen und wir müssen uns entwickeln, sonst wird unser Leben sehr bald eine ermüdende Routine. Die schlechten Angewohnheiten stehen uns jedoch im Wege.</p>
<p>Wenn wir die hier beschriebenen Atemtechniken anwenden, durchbrechen wir die Routine unserer Erziehung an einer sehr empfindlichen Stelle. So, wie sich alle Gefühle und Gemütsregungen in unserer Atemweise niederschlagen, so können wir auch umgekehrt die alltägliche Routine durchbrechen, indem wir unkonventionelle Atemübungen anwenden.</p>
<p>Die hier geschilderten Atemübungen sind ein sehr einfacher und wirkungsvoller Weg, um die Schranken unserer Erziehungsfehler zu überwinden und neue, eigene Wege zu gehen. Wir lernen auf eine neue und bewusste Weise zu atmen. Wir beginnen anders zu atmen, wie es unsere Eltern oder sonstigen Vorbilder nie getan haben.</p>
<p>Wir entwickeln unseren eigenen Stil in der Atmung, im denken, fühlen und handeln. Wir lösen uns von den Erziehungsmustern und treten den Weg in die Selbstständigkeit an. Es wird der Beginn eines sehr bedeuten neuen Lebensabschnittes sein. Wir beginnen, uns selbst in einer veränderten Weise wahrzunehmen. Wir bekommen eine neues, intensiveres Körpergefühl. Es ist der Anfang einer neuen Zeit. Es liegt jetzt in Ihrer Hand, die private Routine zu durchbrechen und mit diesen Methoden einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen!</p>
<p>Aus dem Buch <a href="https://amzn.to/4dy4Wsz" target="_blank" rel="noopener">Die Stufen des Pranayama</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Praktiken des Kundalini-Yoga</title>
		<link>https://www.lifeandlove.de/kundalini-yoga/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[onlinemedia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Mar 2021 18:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kundalini-Yoga]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Praktiken des Kundalini-Yoga Sukadev Bretz Ich will hier über Kundalini-Yoga-Praxis schreiben. Dies ist ein Widerspruch in sich: Denn Praxis heißt ja, Du übst und praktizierst. Kundalini-Yoga musst Du üben, nur so kannst Du herausfinden, was er ist und wie er auf Dich wirkt. In den zahlreichen Kundalini-Yoga-Seminaren und Workshops, die ich gebe, ist der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="h1">Die Praktiken des Kundalini-Yoga</p>
<p>Sukadev Bretz</p>
<hr />
<p>Ich will hier über Kundalini-Yoga-Praxis schreiben. Dies ist ein Widerspruch in sich: Denn Praxis heißt ja, Du übst und praktizierst. Kundalini-Yoga musst Du üben, nur so kannst Du herausfinden, was er ist und wie er auf Dich wirkt.</p>
<p>In den zahlreichen Kundalini-Yoga-Seminaren und Workshops, die ich gebe, ist der größte Teil Praxis. So hat auch Swami Sivananda, der Meister, in dessen Tradition ich stehe, gerne gesagt: „Ein Gramm Praxis ist besser als Tonnen von Theorie.“ Einmal hat ihn ein Schüler daraufhin gefragt: „Warum hast du dann über 200 Bücher geschrieben?“ Swami Sivananda antwortete: „Manche Menschen brauchen Tonnen von Theorie, um zu einem Gramm Praxis angeregt zu werden.“ – In diesem Sinne möchte ich gerne etwas über die Praxis schreiben und so vielleicht die eine oder andere Leserin und den einen oder anderen Leser zum Praktizieren oder zum Intensivieren der eigenen Übung zu motivieren.</p>
<p>Ich glaube, dass Kundalini-Yoga in unserer materialistisch und auf Erlebnis ausgerichteten Kultur noch einen sehr großen Stellenwert bekommen wird. Denn es ist ein spirituelles System, in dem Du praktizierst und Wirkungen selbst erfahren kannst. Du brauchst nicht zu glauben – Du kannst üben und erleben. Und wenn Du einmal erfahren hast, wirklich erfahren hast, bist Du fest verankert auf dem spirituellen Weg.</p>
<h3>Was ist Kundalini-Yoga?</h3>
<p>Kundalini ist eine religionsübergreifende klassische Tradition, die zwar aus dem Hinduismus kommt, aber auch Sikhismus, Jainismus und Sufismus befruchtet hat und als Teil der tantrischen Tradition in den tibetanischen Buddhismus eingegangen ist. Kundalini-Yoga, der Yoga der Energie, ist eine systematische Wissenschaft, ein Weg, den es erwiesenermaßen seit Jahrhunderten, wahrscheinlich schon seit Jahrtausenden gibt. Und der in Büchern nur kryptisch dargelegt ist. Der größte Teil der Aussagen und Techniken wird bis heute mündlich weitergegeben. Und dafür gibt es natürlich gute Gründe.</p>
<p>Die Kundalini-Yoga-Meister sagen, dass im Menschen ein riesiges Potential an Fähigkeiten, Talenten, Möglichkeiten latent vorhanden ist. Demnach ist der Mensch absolutes, reines Bewusstsein – Shiva (Gott der Zerstörung und Transformation) oder Parama Shiva genannt – und verfügt über die gesamte kosmische Urenergie, die als Shakti (Göttin) bezeichnet wird. Diese kosmische Urenergie hat das Leben zur Entfaltung gebracht und sie wirkt weiter in der kontinuierlichen Evolution der gesamten Schöpfung.</p>
<p>Es ist diese Urenergie, welche aus der Mineralwelt die Pflanzen hat entstehen lassen, aus den Pflanzen die Tiere, aus den Tieren den Menschen. Es ist diese Energie, die den Menschen ruhelos werden lässt, den Menschen suchen lässt, nach etwas Höherem streben lässt. Es ist diese Energie schließlich, die dem Menschen verhilft, das Höchste, die Einheit mit dem Absoluten, zu erreichen.</p>
<p>Diese Kundalini-Energie gilt im Menschen als schlafend (Kundalini bedeutet „die Aufgerollte“ – symbolisch für eine schlafende Schlange). Sie kann in verschiedenen Stufen schrittweise erwachen. Und ein erstes Zeichen für dieses Erwachen ist es, wenn Du Dir die Frage stellst: „Wer bin ich?“ Woher komme ich?“ „Wohin gehe ich?“ „Was ist der Zweck des Lebens?“. Und je stärker die Kundalini erwacht, desto mehr treibt sie uns dazu, nicht nur bei dieser Frage stehen zu bleiben, sondern etwas zu tun, spirituell zu suchen, zu praktizieren.</p>
<p>Kundalini ist die Kraft hinter Genies, hinter großartigen Begabungen wie Leonardo da Vinci, Mozart, Goethe, Newton, Einstein und vielen anderen, hinter allen großen charismatischen Persönlichkeiten. Letztlich ist Kundalini die Energie hinter jeder spirituellen Erfahrung und die evolutionäre Energie hinter der ganzen Menschheit.</p>
<p>Grundsätzlich kannst Du die Kundalini durch jede Art von spiritueller Erfahrung und Praxis erwecken. Der spezielle Weg des Kundalini-Yoga bietet jedoch Techniken für eine systematische Vorbereitung, Reinigung und Stärkung des gesamten Körper-Geist-Systems sowie die Erweckung und Lenkung der Energien.</p>
<h3>Voraussetzungen und konkrete Techniken</h3>
<p>Dazu gehören konkret einige prinzipielle Voraussetzungen sowie Übungen aus fünf Spezialbereichen des Yoga.</p>
<p>Die grundlegenden Voraussetzungen sind:</p>
<ul>
<li> das theoretische Wissen über die Shiva-Shakti-Philosophie als Hintergrund und Bezugsrahmen (<a href="/jnana-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Jnana Yoga</a> = Yoga des Wissens).</li>
<li> Hingabe an Gott bzw. die Kosmische Energie, im klassischen Tantra die Verehrung der göttlichen Mutter (<a href="/bhakti-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Bhakti Yoga</a> = Yoga der Hingabe an Gott)</li>
<li> Ethische Disziplin, die Schulung des Charakters und der Persönlichkeit, die Einhaltung von Yamas (Selbstbeherrschung) und Niyamas (Disziplin) (<a href="https://www.lifeandlove.de/raja-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Raja Yoga</a> = Yoga der Charakterschulung)</li>
<li> Reinigung des Herzens durch selbstlosen Dienst am Nächsten, an Gott und am spirituellen Lehrer (<a href="/karma-yoga/" target="_blank" rel="noopener">Karma Yoga</a> = Yoga des selbstlosen Handelns, Dienens)</li>
</ul>
<p>Die Praktiken des Kundalini-Yoga im engeren Sinn lassen sich einteilen in:</p>
<ul>
<li> Hatha-Yoga   (Yoga der Körperbeherrschung &#8211; Yoga-Übungen)</li>
<li> Mantra-Yoga (Mantra=Sanskrit-Klangschwingung)</li>
<li> Nada-Yoga    (Yoga des Klanges, auch innerer Klang &#8211; wie z. B. Klang des Herzens, Musik)</li>
<li> Yantra-Yoga  (Meditation mittels geometrische Figuren/Zeichnungen)</li>
<li> Laya-Yoga     (Auflösung, der Geist ist in Gott aufgelöst, Energie in die Urenergie zurückführen)</li>
</ul>
<p>Diese fünf Techniken werden in der klassischen Tradition geübt, um die Energien zu aktivieren, zu erhöhen, gezielt zu lenken und zu harmonisieren.</p>
<h3>Hatha-Yoga</h3>
<p>Hatha-Yoga, der Yoga der Körperschulung, ist im Westen sicher am verbreitetsten. Hatha-Yoga umfasst seinerseits wieder verschiedene Praktiken. Eine grundlegende Voraussetzung sind auch hier die Yamas (Selbstbeherrschung) und Niyamas (Disziplin), die ethische Einstellung und geistige Schulung. Ebenso sind im Hatha-Yoga Meditationstechniken enthalten. Ein Viertel der Hatha Yoga Pradipika (eine der wichtigsten klassischen Hatha Yoga Schriften), des Grundlagentextes über Hatha-Yoga, spricht über Meditationstechniken.</p>
<p>Und natürlich gehören zum Hatha-Yoga die Asanas, die Körperstellungen sowie Pranayama, die Atemübungen, zusammen mit <a href="/bandhas/" target="_blank" rel="noopener">Bandhas</a> (energielenkende Verschlüsse, z. B. Verschließen des Anus) und Mudras (Körperstellungen in Verbindung mit Atmung oder Fingerhaltung). Asanas haben verschiedene Funktionen.</p>
<p>Eine davon ist die Energieerweckung, die in der Tradition, aus der ich komme, vor allem durch langes Halten der Stellungen erreicht wird. Langes Halten der Stellungen führt zu Erfahrungen jenseits des Körperbewusstseins. Du gelangst auf eine ganz andere Ebene. Asanas können Dich vom Irdisch-Materiellen lösen, in höhere Bewusststeinzustände hineinführen. Umgekehrt helfen sie Dir aber auch, einen transzendentalen Aspekt in das Körperlich-Materielle hineinzubringen.</p>
<p>Pranayama ist neben der Meditation die Schlüsseltechnik, mit der Du an Deinen Energien arbeiten kannst. Es gibt vorbereitende, reinigende, energieerweckende, kühlende und harmonisierende Atemübungen. Fortgeschrittenes Pranayama ist immer verbunden mit Bandhas, bestimmten Verschlüssen, die Du richtig lernen musst und setzen können musst. So fließt die Energie, die Du erweckst, nicht weg, sondern reinigt stattdessen die Nadis (Energiekanäle) und Chakras (Energiezentren).</p>
<p>Ein wichtiger Aspekt im Hatha-Yoga sind auch die Kriyas. Das Wort Kriya an sich heißt einfach Handlung und es bedeutet in verschiedenen Yogasystemen jeweils etwas anderes. Im Hatha Yoga sind die Kriyas die Reinigungstechniken: Augen-, Nasen-, Magen-, Darmreinigung, Reinigung der Atemwege. Mit den Kriyas kannst Du den Körper rein und stark machen, so dass die immer stärker werdende Energie frei und ohne Blockaden fließt und der Prozess der Energieerweckung harmonisch verlaufen kann.</p>
<h3>Mantra-Yoga</h3>
<p>Mantras sind klassische Sanskrit-Silben und Worte, in denen die Urenergie des Klangs, ihre ursprüngliche Bedeutung, unmittelbar enthalten ist. Durch Wiederholung des Mantras entfaltet sich diese im Klang eingeschlossene Energie. Das verbreitetste ist Om. Es gibt auch komplexere Mantras wie Om Namah Shivaya oder Om Namo Narayana, die jeweils einen besonderen Aspekt der kosmischen Energie beinhalten.</p>
<p>Man unterscheidet verschiedene Arten von Mantras.</p>
<p>Es gibt zum einen die sogenannten Moksha-Mantras (Moksha = Befreiung). Diese Moksha-Mantras vermögen bei genügend langer Wiederholung Deinen Körper, Deine Lebensenergie, Deine Emotionen, Deine Gedanken und Deinen Intellekt zu transformieren. Schließlich wird Dein Bewusstsein nicht mehr von Körper und Geist begrenzt, sondern ruht in sich selbst. Du erreichst Samadhi, den überbewussten Zustand. Du erfährst Sat Chid Ananda – grenzenloses, unbegrenztes Sein, Wissen und Glückseligkeit.</p>
<p>Eine andere Form von Mantras sind die Mantras der Chakras, die sogenannten Bija-Mantras. Mittels dieser Mantras kannst Du die Energiezentren gezielt und systematisch aktivieren, öffnen.</p>
<p>Du kannst also mit Mantras Energien verändern. Allgemein bekannt ist ja, dass Musik die Stimmung verändert, heilend, beruhigend oder aktivierend wirken kann. Musik ist eine Weise, auf Energien einzuwirken. Und ein Mantra ist eine ganz spezifische Weise, Energien zu erwecken und zu lenken. Mantras stellen auch eine persönliche Beziehung her zu einem bestimmten Aspekt der kosmischen Energie oder zu einem bestimmten Lehrer. Wenn die Kundalini-Energie tatsächlich aktiv wird, hast Du über das Mantra Halt und Führung. Mittels des Mantras kannst Du Kontakt aufnehmen zu Gott oder/und zu Deinem spirituellen Lehrer.</p>
<h3>Nada-Yoga</h3>
<p>Nada Yoga ist der Yoga des Klanges. Im Unterschied zum Mantra-Yoga, wo die Wirkung auf der Wiederholung eines Sanskritwortes beruht, ist Nada-Yoga die Arbeit mit dem Klang an sich. Die klassische indische Musik zum Beispiel ist eigentlich keine Unterhaltungsmusik, sondern sie dient dazu,  Energieerfahrungen zu bekommen.</p>
<p>Der äußere Nada-Yoga besteht aus einer bestimmten Art von Musik, von Klängen.</p>
<p>Der innere Nada-Yoga manifestiert sich zum Beispiel in Form von Anahata-Klängen, inneren Klängen, die Du vielleicht manchmal in tiefer Meditation oder in einem hochenergetisierten Raum hören kannst.</p>
<h3>Yantra-Yoga</h3>
<p>Yantra-Yoga arbeitet mit Bildern, Farben und Formen. Die bekanntesten Yantras sind die Darstellungen der Chakras. Sie haben Farben, Gestalt, Symbole. All das kann man meditativ auf sich wirken lassen. Über die Wahrnehmung dieser Yantras kannst Du die Energie und den Bewusstseinsinhalt des entsprechenden Chakras aktivieren.</p>
<h3>Laya-Yoga</h3>
<p>Laya-Yoga wird in verschiedensten Traditionen unterschiedlich erklärt. In manchen Traditionen ist Laya-Yoga gleichbedeutend mit Kundalini-Yoga. In dem Sinne, wie ich ihn jetzt interpretiere, ist Laya-Yoga eine Weise, das Bewusstsein auf Energie an sich zu konzentrieren. Ein Beispiel einer Laya-Yoga-Technik: Während der Meditation löse alle Bilder und Worte auf. Werde Dir nur des Gefühls bzw. der Essenz des Gedankens an sich bewusst. Dann löse diese Empfindung in reine Energie auf. So erfährst Du die Urenergie hinter allen Gedanken und Emotionen, Shakti. Und Shakti führt Dich zur Erfahrung von Shiva, reinem Bewusstsein.</p>
<h3>Stufenweises systematisches Entwickeln und Entfalten</h3>
<p>Kundalini-Yoga bedeutet nicht die sofortige Erweckung der Kundalini. Das ist nicht möglich und auch nicht wünschenswert &#8211; genauso wenig, wie Bhakti-Yoga mit sofortiger grenzenloser Hingabe zum Göttlichen anfängt oder Jnana-Yoga (Yoga des Wissens) mit der vollkommenen Erkenntnis der Einheit oder Raja-Yoga (Yoga der Charakterschulung) mit der vollständigen Herrschaft über den Geist. Du solltest im Kundalini-Yoga mittels der oben beschriebenen Techniken schrittweise und systematisch vorgehen.</p>
<p>• Der erste Schritt ist die Erhöhung von Prana, der Lebensenergie, die notwendig ist, um überhaupt Kraft für weitergehende Aktivitäten zu haben. Der Hatha Yoga (Yoga-Übungen), der ja ein Teil des Kundalini-Yoga-Systems ist, ist eine wichtige Grundlage, um Dein Körper-Geist-System zu harmonisieren, zu energetisieren und zu stärken für das größere Maß an Energie, das Du im Laufe der Praxis erweckst.</p>
<p>• Ein nächster Schritt ist die Reinigung, Shodhana: Reinigung Deiner Nadis (Energiekanäle) und Chakras (Energiezentren), auch die Reinigung Deines Körpers, Gefühlslebens und Geistes. Wenn das System rein ist, kann die Energie frei fließen.</p>
<p>• Parallel zur Reinigung muss auch Stärkung erfolgen. Denn wenn Energie aktiviert wird, müssen die Systeme, durch die sie fließt, auch stark sein – ähnlich wie für Starkstrom normale Stromleitungen nicht ausreichen. Der Körper muss in der Lage sein, ein Mehr an Energie auszuhalten. Eine gewisse emotionelle Festigkeit und intellektuelle Klarheit sind ebenfalls wichtig.</p>
<p>• Als nächstes folgt die Stufe der spirituellen Erfahrungen: Wahrnehmungen der feinstofflichen Ebenen, Astralerfahrungen und erste Vorbereitungserfahrungen wie Hitze, Wärme, Strom in der Wirbelsäule, Durcheinandergeschüttelt werden, Spüren der <a href="/chakren-und-ihre-bedeutung/" target="_blank" rel="noopener">Chakras</a> (Energiezentren), usw.</p>
<p>• Darauf folgen die Erweckungserfahrungen (<strong>Erweckung</strong> der inneren Energie und Entfaltung des vollen Potentials), die das Leben des Aspiranten zunächst einmal gründlich durcheinanderbringen können – nicht notwendigerweise müssen, aber können. Diese Erfahrungen können anfangs heftig und machtvoll, oft auch bedrohlich und dunkel sein, das ist der Kali-Aspekt. Später sind sie eher als schützende, mütterliche Durga*-Energie spürbar.</p>
<p>Dann folgt der Lakshmi*-Aspekt in Form einer Erweckung verschiedener Fähigkeiten und Möglichkeiten, zum Beispiel als Imagination, Inspiration, Intuition. Und schließlich kommt der Saraswati-Aspekt als intuitive Erkenntnis und Weisheit, unmittelbares Wissen. Um diesen Prozess gut und sicher durchgehen zu können, ist kompetente Anleitung natürlich sehr wichtig.</p>
<p>*1 Durga Göttin, welche Mütterlichkeit repräsentiert; kosmische Energie; Gemahlin Shivas; weiblicher Aspekt des Absoluten</p>
<p>*2 Lakshmi=Göttin des Reichtums und der Schönheit</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2021/03/Chakren03.jpg" alt="Kundalini-Yoga - Chakren" width="300" /></p>
<h3>Formen der Kundalini-Erweckung</h3>
<p>Die Erweckung der Kundalini kann verschiedene Formen annehmen. Sie kann langsam, scheinbar unmerklich erfolgen. In diesem Fall äußert sie sich in einer allmählichen Veränderung und Erweiterung von Fähigkeiten und Bewusstsein. Sie kann sich allein auf geistiger Ebene manifestieren. Aber sie kann auch dramatisch erfolgen, wie in den oben beschriebenen typischen Phänomenen: eine Hitze, ein Glühen in der Wirbelsäule, ein Erzittern, ein automatisches Einnehmen von Yogastellungen, Pranayamas (Yoga-Atmung), Mudras (bestimmte Stellung, Fingerhaltung).</p>
<p>Sie kann sich manifestieren in Wahrnehmungen subtiler Welten, Reduzierung des Schlafbedürfnisses, starker Energieempfindung, so, als stünde man ständig unter Hochspannung und in einem Gefühl unendlicher Wonne.</p>
<h5>Ratschläge und Maßnahmen bei Spontanerweckungen</h5>
<p>Für den Fall von Spontanerweckungen gibt es zwei einfache Ratschläge.<br />
1. Habe Mut und Vertrauen<br />
2. Versuche nicht, diese Energie zu stoppen, sondern lass sie fließen und das tun, was nötig ist</p>
<p>Die Kundalini-Kraft ist kein außer Kontrolle geratenes Atomkraftwerk oder eine unkontrollierte Energie, die uns umbringt oder Schaden zufügt. Sie ist im Gegenteil die höchste schöpferische Kraft im Universum, die sich in unserem Mikrokosmos entfaltet, eine intelligente, göttliche Energie, die erwacht, die Dich transformieren will, die Dich Deine unbegrenzten Möglichkeiten und Fähigkeiten ausschöpfen lassen will. Deshalb ist es ganz wichtig, diese Dinge, wenn sie einmal in Gang gekommen sind, geschehen zu lassen und dieses Erlebnis als besondere Gnade anzusehen, als eine große Chance in unserer persönlichen Entwicklung und Evolution.</p>
<p>Du brauchst Mut, Dich darauf einzulassen und das Vertrauen, dass es auf längere Sicht das Richtige und etwas sehr Positives ist.</p>
<p>Es mag sein, dass manche in der intensiven Phase einige Tage nicht ganz zu ihrem normalen Leben fähig sind. Aber es gibt auch andere Ereignisse im Leben, die einen zeitweise unfähig machen, normal im Leben zu agieren, wie etwa eine schwere Krankheit oder Liebeskummer &#8230;</p>
<p>Wichtig in der intensiven Phase ist es, reinigende und erdende Praktiken zu machen und die energieerhöhenden Praktiken zu reduzieren. Zu den Reinigungstechniken gehören zum Beispiel die (<strong>mudra</strong> = bestimmte Stellung, Fingerhaltung) sowie die Mantra-Meditation. Zu den erdenden Techniken zählen die Asanas (Yoga-Übungen).</p>
<p>Daneben gibt es kühlende Praktiken, mit denen die sogenannte Mondenergie aktiviert wird, so dass die erhitzende Kundalini-Energie harmonisiert und in positive, schöpferische Bahnen gelenkt wird. Dazu gehören zum Beispiel Sitali (kühlende Atmung),Sitkari, (bestimmte Atemtechniken), einfache Variationen der Kechari-Mudra (Atemtechnik) und verschiedene andere Techniken.</p>
<p>Ein unabdingbarer Aspekt ist auch eine Ernährung nach strikt sattwigen Gesichtspunkten (Getreide, Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und Milchprodukte), das heißt im wesentlichen ohne Fleisch, Fisch, Eier, Zwiebeln, Knoblauch. Alkohol, Kaffee und Rauchen sind absolut tabu.</p>
<p>Ich möchte hier ausdrücklich betonen und eindringlich darauf hinweisen, dass die Einhaltung dieser und einiger anderer Regeln bei intensiver Übung von Kundalini-Yoga-Praktiken unabdingbar ist. Das entscheidet darüber, ob das Ganze als eher wonnevoll und schön oder eher als unangenehm erlebt wird.</p>
<p>Bei Spontanerweckungen ist diese Energie normalerweise einige Wochen bis ein paar Monate sehr aktiv. Danach harmonisiert sie sich wieder. Zur Ernüchterung vieler findet man sich dann allmählich wieder im Alltag wieder, statt Stufe für Stufe direkt zur Erleuchtung und Selbstverwirklichung zu kommen! Aber etwas im Bewusstsein ist dauerhaft anders geworden, etwas im Bezug zur Welt hat sich geändert und ganz sicher wird man mehr Energie und mehr Kraft haben, um an anderen Aspekten seines Wesens und seiner Persönlichkeit zu arbeiten.<br />
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2021/03/Chakren2.jpg" alt="Chakren" /></p>
<h3>Kundalini-Yoga – ein sicherer, erprobter Weg</h3>
<p>Kundalini Yoga ist der Weg der systematischen Erweckung. Korrekt unter kompetenter Anleitung und unter Beachtung bestimmter Regeln und Vorsichtsmaßnahmen ausgeführt ist er ein sicherer Weg. Aber Du musst Dich schon an das Klassische halten. Du darfst nicht intensive Praktiken machen und dabei die Ernährungsregeln missachten oder etwas weglassen, was vielleicht von entscheidender Bedeutung ist. Aber wenn Du es mit Disziplin und ganzheitlich machst, ist es ein sicherer Weg. Die Wirkungen sind bekannt, die Gefahren sind bekannt, etwaige Erfahrungen sind bekannt und welche Gegenmaßnahmen man gegebenenfalls einleiten kann, ist auch bekannt.</p>
<p>Kundalini Yoga ist sicher ein fortgeschrittener Aspekt des Yoga. Er ist ein inneres Abenteuer, der das Leben verändern kann – ohne gleich aus jedem ein Genie zu machen. Aber er kann für Dich ein Schlüssel sein für geistige Ausstrahlung, für Lebensenergie, zum Transzendieren von Grenzen, vor allem selbstgesetzten Grenzen. Er kann Dein Bewusstsein erweitern, Dein ganzes Leben und Sein bereichern und Dich schließlich schrittweise auch zur Verwirklichung führen.</p>
<p><b>&gt;&gt; <a href="/sivananda-kundalini/">Kundalini von Swami Sivananda aus dem Buch &#8222;Göttliche Wonne&#8220; </a></b></p>
<hr />
<p><a href="https://www.meditations-cd.de/shop/brainwaves-cd-das-auge-des-geistes/" target="_blank" rel="noopener"><br />
<img decoding="async" class="alignleft" style="float:left; width: 114px; margin-right: 10px;" src="/wp-content/uploads/2021/03/chakra_250.jpg" alt="Brainwaves-CD Das Auge des Geistes" /><strong>Brainwaves-CD DAS AUGE DES GEISTES &#8211; Chakra-Meditation</strong></a><br />
<a style="color: #808080;" href="https://www.meditations-cd.de/" target="_blank" rel="noopener"><b>www.meditations-cd.de</b></a></p>
<p>Diese CD verschafft Ihnen einen Zugang zu Bewusstseinszuständen, die normalerweise nicht ohne ein spezielles Training vorkommen, welches Yogis oder in Meditationstechniken sehr erfahrene Menschen absolviert haben &#8230;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kundalini &#8211; Sadhana von Swami Sivananda</title>
		<link>https://www.lifeandlove.de/sivananda-kundalini/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[onlinemedia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Mar 2021 18:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kundalini-Yoga]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus dem Buch &#8222;Göttliche Wonne&#8220; von Swami Sivananda &#160; Das Wesen der Kundalini Nadis und Chakras Wie die Kundalini erweckt werden kann Das Erwachen der Kundalini Erfahrungen beim Erwachen der Kundalini Eine Fehlinterpretation Das Aufsteigen der Kundalini Yoga Übungen und innere Reinigung &#160; Jede Aktivität hat einen statischen Hintergrund. Hinter jeder Energie ist Bewusstsein. Hinter&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem Buch &#8222;Göttliche Wonne&#8220; von Swami Sivananda</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2021/03/pranayama-site.gif" alt="kundalini" width="300" /></p>
<ul class="inhalt">
<li style="list-style-type: none;">
<ul class="inhalt">
<li><a href="#Das Wesen der Kundalini"> Das Wesen der Kundalini</a></li>
<li><a href="#Nadis und Chakras"> Nadis und Chakras</a></li>
<li><a href="#Wie die Kundalini erweckt werden kann"> Wie die Kundalini erweckt werden kann</a></li>
<li><a href="#Das Erwachen der Kundalini"> Das Erwachen der Kundalini</a></li>
<li><a href="#Erfahrungen beim Erwachen der Kundalini"> Erfahrungen beim Erwachen der Kundalini</a></li>
<li><a href="#Eine Fehlinterpretation"> Eine Fehlinterpretation</a></li>
<li><a href="#Das Aufsteigen der Kundalini">Das Aufsteigen der Kundalini</a></li>
<li><a href="#Yoga Übungen und innere Reinigung"> Yoga Übungen und innere Reinigung</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jede Aktivität hat einen statischen Hintergrund. Hinter jeder Energie ist Bewusstsein. Hinter Shakti ist Shiva.</p>
<p>Shakti selbst hat zwei polare Aspekte, statisch und dynamisch. Es kann nicht Shakti in dynamischer Form geben, ohne dass sie gleichzeitig in statischer Form vorläge, so wie die Pole eines Magneten.</p>
<p>Die Kosmische Shakti manifestiert sich im menschlichen Körper als Kundalini und Prana. Kundalini ist der statische Träger für die sich bewegenden Prana-Kräfte.</p>
<p>Der Mensch ist ein Mikrokosmos, Kshudra Brahmanda. Alles, was im äußeren Universum existiert, existiert in ihm. Alle im Universum sichtbaren Dinge, Berge, Flüsse usw. gibt es auch im Körper. Alle Tattwas (Elemente) und Lokas (Ebenen) sind im Körper und genauso die erhabene Shiva-Shakti.</p>
<p>Im menschlichen Körper weilt Shiva als unveränderliches Bewusstsein im Sahasrara Chakra im Scheitel. Die Kundalini ruht im Muladhara Chakra an der Basis der Wirbelsäule. ‘Muladhara’ bedeutet ‘Wurzelstütze’. Die Kundalini ist die Kraft, die dem ganzen Körper und all seinen sich bewegenden Prana-Kräften Halt bietet.</p>
<h3><a name="Das Wesen der Kundalini"></a>Das Wesen der Kundalini</h3>
<p>Kundalini ist die Urenergie, die im an der Basis befindlichen Muladhara Chakra in einem schlummernden potentiellen Zustand liegt. Sie ist die kosmische Kraft in individuellen Körpern. Sie ist eine elektrische, feurige, okkulte Kraft, die mächtige Urkraft, die jeder organischen und anorganischen Materie zugrunde liegt. ‘Kundala’ heißt ‘aufgerollt’. Sie hat die Form einer aufgerollten Schlange. Daher der Name Kundalini.</p>
<p>Kundalini ist keine materielle Kraft wie Elektrizität oder Magnetismus. Sie ist eine spirituelle potentielle Kraft. Sie hat in Wirklichkeit keine Form. Der grobstoffliche Verstand und der Geist müssen am Anfang einer bestimmten Form folgen. Von dieser groben Form aus kann die subtile formlose Kundalini leicht verstanden werden.</p>
<p>Die Kundalini wird auch Bhujangini, die Schlangenkraft, genannt, weil sie im Körper des Yogi, der die Kraft in sich entwickelt, spiralförmig wirkt. Wenn sie erweckt wird, macht sie einen zischenden Laut, wie den Laut einer Schlange, die man mit einem Stock schlägt, und geht durch Brahma Nadi in der Sushumna nach oben.</p>
<p>Im Kundalini Yoga wird die schaffende und erhaltende Shakti des ganzen Körpers mit Shiva, dem kosmischen Bewusstsein, vereint. Der Yogi bringt sie dazu, ihn zu Gott Shiva zu führen. Das Sich-Erheben der Kundalini Shakti und ihre Vereinigung mit Gott Shiva im Sahasrara führt zum Zustand von Samadhi und bringt spirituelles Anubhava. Der Yogaschüler trinkt den Nektar der Unsterblichkeit.</p>
<p>Kundalini Yoga ist eine exakte Wissenschaft.</p>
<h3><a name="Nadis und Chakras"></a>Nadis und Chakras</h3>
<p>Eine genaue Kenntnis von Nadis und Chakras ist für alle Schüler des Kundalini Yoga von unbedingter Notwendigkeit.</p>
<p>Der physische Körper formt sich nach dem Astralkörper. Der physische Körper ist in gewisser Weise wie Wasser. Er ist die grobe Form. Der Astralkörper entspricht dem Wasserdampf. Er ist die subtile Form. Genauso ist der Astralkörper, Sukshma Sharira, im grobstofflichen, physischen Körper. Der grobstoffliche Körper kann ohne den Astralkörper nichts tun. Jedes grobstoffliche Zentrum des Körpers hat sein Astralzentrum.</p>
<p>Nadis sind psychische Nerven, Astralkanäle, um das Prana zu leiten. Sie bestehen aus Astralmaterie und leiten psychische Ströme. Durch diese subtilen Wege bewegt sich oder fließt die Lebenskraft. Da die Nadis aus subtiler Materie gebildet sind, können sie mit dem bloßen physischen Auge nicht wahrgenommen werden, und man kann am physischen Bereich keine Labortests machen. Diese Yoga Nadis sind nicht die normalen Nerven, Arterien und Venen, wie sie die Vaidya Shastra (indische medizinische Schrift) kennt. Yoga Nadis sind ganz anders.</p>
<p>Der Körper ist voll von unzähligen Nadis. So wie das Blatt des Ashwattha (indische Feige) Baumes von winzigen Fasern durchzogen ist, so ist auch dieser Körper durchzogen von Tausenden von Nadis.</p>
<p>Alle Nadis des Körpers entspringen aus dem Kanda. Kanda heißt Knolle. Kanda ist die Wurzel aller Nadis. Zwei Finger breit oberhalb des Anus und zwei Fingerbreit unterhalb des Geschlechtsorgans befindet sich das Kanda. Es hat die Form eines Vogeleis und ist etwa vier Finger breit. Zweiundsiebzigtausend Nadis kommen aus diesem Kanda.</p>
<p>Kanda ist das Zentrum des Astralkörpers. Diesem Zentrum entspricht die Cauda Equina im grobstofflichen, physischen Körper.</p>
<p>Von allen aus dem Kanda kommenden Nadis sind die wichtigsten Ida, Pingala und Sushumna. Und die Sushumna ist das Allerwichtigste. Die Sushumna geht vom Muladhara Chakra zu Brahmarandhra. Sie ist das höchste und von den Yogis am meisten erstrebte. Andere Nadis sind ihr untergeordnet.</p>
<p>Die westliche Anatomie anerkennt die Existenz eines Zentralkanals im Rückenmark, genannt Canalis Centralis, und die Zusammensetzung des Marks aus weißer und grauer Hirnmasse. Das Rückenmark selbst läuft im Hohlraum der Wirbelsäule. Ebenso läuft die Sushumna im Spinalkanal und hat subtile Teile. Sie ist rot wie Feuer.</p>
<p>In dieser Sushumna ist ein Nadi namens Vajra, das so strahlend ist wie die Sonne und rajasige Eigenschaften hat. In diesem Vajra Nadi wiederum ist ein weiteres Nadi, namens Chitra. Es ist sattwig und von blasser Farbe. Hier im Chitra ist ein ganz feiner winziger Kanal. Dieser Kanal heißt Brahma Nadi, durch den die Kundalini, wenn sie erwacht, vom Muladhara zum Sahasrara Chakra geht. In diesem Nadi sind alle sechs Chakras oder Lotusse.</p>
<p>Chakras sind Plexi oder Zentren von Sukshma Prana im Sushumna Nadi. Alle Körperfunktionen stehen unter der Kontrolle dieser Zentren. Chakras sind subtile Zentren der Lebensenergie. Sie sind die Zentren von Chaitanya, Bewusstsein. Die Chakras sind im Astralkörper auch nach der Auflösung des physischen Organismus beim Tod.</p>
<p>Diese Chakras oder feinstofflichen Zentren haben entsprechende Zentren im Rückenmark und den Nervenplexi im grobstofflichen physischen Körper. Das Anahata Chakra zum Beispiel hat sein entsprechendes Zentrum im physischen Körper beim Herzgeflecht. Jedes Chakra kontrolliert und stimuliert ein bestimmtes Zentrum im grobstofflichen Körper.</p>
<p>Die grobstofflichen Nerven und Plexi haben eine enge Beziehung zu den feinstofflichen. Da die körperlichen Zentren eine enge Beziehung zu den Astralzentren haben, haben die Schwingungen, die in den körperlichen Zentren durch die vorgeschriebenen Methoden erzeugt werden, die gewünschten Auswirkungen in den Astralzentren.</p>
<p>Das erste Bestreben des Kundalini Yogi ist die Reinigung der Nadis, was zur Öffnung der Sushumna führt, die bei weltlichen Menschen normalerweise geschlossen ist.</p>
<h3><a name="Wie die Kundalini erweckt werden kann"></a>Wie die Kundalini erweckt werden kann</h3>
<p>Vor dem Erwecken der Kundalini muss man Deha Shuddhi, Nadi Shuddhi, Manas Shuddhi, Buddhi Shuddhi, Bhuta Shuddhi und Adhara Shuddhi haben. Deha Shuddhi ist Reinheit des Körpers. Nadi Shuddhi ist Reinheit der Astralkanäle. Manas Shuddhi ist Reinheit des Geistes. Buddhi Shuddhi ist Reinheit des Verstandes. Bhuta Shuddhi ist Reinheit der Elemente. Adhara Shuddhi ist Reinheit des Adhara. Wenn Shuddhi, Reinheit, vorhanden ist, kommt Siddhi, Vollkommenheit, von selbst. Siddhi ist ohne Shuddhi nicht möglich.</p>
<p>Man sollte wunschlos werden und Vairagya (Leidenschaftslosigkeit) sein, bevor man den Versuch unternimmt, die Kundalini zu erwecken. Wenn ein Mensch mit vielen Unreinheiten im Geist die Shakti einfach nur gewaltsam durch Asanas, Pranayamas und Mudras erweckt, wird er sich (im übertragenen Sinne) die Beine brechen und stürzen.</p>
<p>Er wird die yogische Leiter nicht erklimmen können. Das ist der Hauptgrund, warum Menschen vom Weg abkommen oder in Probleme kommen. Am Yoga ist nichts falsch. Die Menschen müssen zuerst rein sein; dann eine gründliche Kenntnis des Sadhana haben, einen richtigen Lehrer finden und beständig, schrittweise praktizieren. Wenn die Kundalini erweckt wird, gibt es viele Versuchungen auf dem Weg, und ein Sadhaka, der nicht rein ist, hat nicht die Kraft, Widerstand zu leisten.</p>
<p>Ein Lehrer ist äußerst wichtig. Zur Praxis von <a href="/bhakti-yoga/">Bhakti Yoga</a> oder Vedanta braucht der Guru nicht an Deiner Seite zu sein. Nachdem Du die Shrutis einige Zeit lang vom Guru gelernt hast, musst Du alleine in vollkommener Zurückgezogenheit reflektieren und meditieren, wohingegen Du im Kundalini Yoga den Sitz der Nadis und der Chakras und die genaue Technik der einzelnen Yoga <a href="/kriya-yoga/">Kriyas</a> verstehen musst. Das alles sind schwierige Unterfangen. Du musst ziemlich lange Zeit mit Deinem Lehrer verbringen und ihn bei jeder Unklarkeit um Rat fragen.</p>
<p>Die Kundalini kann von Hatha Yogis durch Pranayama, Asanas und Mudras erweckt werden; durch Konzentration und Übung des Geistes von <a href="/raja-yoga/">Raja Yogis</a>; durch Hingabe und vollkommene Selbstaufgabe von <a href="/bhakti-yoga/">Bhaktas</a>; durch analytischen Willen von <a href="/jnana-yoga/">Jnanis</a>; durch Mantras von Tantrikern; und durch die Gnade des Guru, durch Berührung, Blick und bloßes Sankalpa (Gedanke).</p>
<p>Für einige Auserwählte ist eine der oben erwähnten Methoden ganz ausreichend, um die Kundalini zu erwecken. Die große Mehrheit kombiniert am besten die verschiedenen Methoden.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/2021/03/kundalini-yoga_1.jpg" alt="Chakren-System" width="400" /></p>
<h3><a name="Das Erwachen der Kundalini"></a>Das Erwachen der Kundalini</h3>
<p>Sobald die Kundalini erweckt ist, durchstößt sie das Muladhara Chakra. Der Aspirant singt und gibt eigenartige Laute von sich, wenn die Kundalini erwacht. Er hat verschiedene Visionen und Divya Gandha (göttlicher Duft). Er entwickelt übersinnliche Kräfte. Er sieht strahlende Jyotis (Lichter), so als schienen zehntausend Sonnen gleichzeitig im Muladhara Chakra.</p>
<p>Nachdem die Kundalini erwacht ist, bewegen sich Geist, Prana, Jiva und Kundalini gemeinsam nach oben. Das Prana steigt durch Brahma Nadi zusammen mit Geist und Agni (inneres Feuer) nach oben. Der Yogi ist befreit vom physischen Bewusstsein. Man ist von der äußeren gegenständlichen Welt abgehoben.</p>
<h3><a name="Erfahrungen beim Erwachen der Kundalini"></a>Erfahrungen beim Erwachen der Kundalini</h3>
<p>In der Meditation hat man göttliche Visionen, erfährt göttlichen Geruch, göttlichen Geschmack, göttliche Berührung und hört göttliche Anahata Klänge. Man erhält Unterweisungen von Gott. Das deutet darauf hin, dass die Kundalini Shakti erweckt worden ist. Wenn im Muladhara ein Pochen auftritt, wenn die Haare zu Berge stehen, wenn Uddhiyana, Jalandhara und Mula Bandha unwillkürlich auftreten, dann wisse, dass die Kundalini erwacht ist.</p>
<p>Wenn der Atem ohne Mühe stillsteht, wenn Kevala Kumbhaka von selbst kommt, wisse, dass Kundalini Shakti aktiv geworden ist. Wenn Du Pranaströme zum Sahasrara steigen fühlst, wenn Du Wonne erfährst, wenn Du ganz automatisch Om wiederholst, wenn keine Gedanken an die Welt im Geist sind, wisse, dass Kundalini Shakti erwacht ist.</p>
<p>Wenn sich in der Meditation die Augen auf das Trikuti in der Mitte der Augenbrauen heften, wenn das Shambhavi Mudra eintritt, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist. Wenn Du in verschiedenen Körperteilen Prana-Schwingungen spürst, wenn Du Erschütterungen wie elektrische Schläge spürst, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist. Wenn Du in der Meditation das Gefühl hast, dass kein Körper da ist, wenn sich die Augenlider schließen und trotz Anstrengung nicht öffnen, wenn Ströme wie elektrischer Strom entlang der Nerven auf und ab fließen, wisse, dass die Kundalini erwacht ist.</p>
<p>Wenn Du in der Meditation Einsicht und Inspiration erfährst, wenn die Natur Dir ihre Geheimnisse enthüllt, alle Zweifel verschwinden und Du klar die Bedeutung der vedischen Texte verstehst, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist. Wenn Dein Körper so leicht wird wie Luft, wenn Dein Geist in schwierigen Situationen ausgewogen bleibt und wenn Du unerschöpfliche Energie zur Arbeit hast, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist.</p>
<p>Wenn Du göttlichen Rausch erfährst, wenn Du Rednerkraft entwickelst, wisse, dass die Kundalini erwacht ist. Wenn Du unwillkürlich Asanas oder Yogastellungen ohne den geringsten Schmerz und ohne Mühe ausführst, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist. Wenn Du unwillkürlich herrliche erhabene Lobgesänge und Gedichte verfasst, wisse, dass die Kundalini aktiv geworden ist.</p>
<h3><a name="Das Aufsteigen der Kundalini"></a>Das Aufsteigen der Kundalini</h3>
<p>Wenn die Kundalini erwacht ist, geht sie nicht direkt und ganz plötzlich zum Sahasrara Chakra. Sie muss von Chakra zu Chakra geführt werden.<br />
In der Sushumna sind sieben Chakras (siehe unten):</p>
<p>1. Muladhara (Basis-Chakra &#8211; Unteres Ende der Wirbelsäule)<br />
2. Swadhishthana (Sexualchakra &#8211; Kreuzbein)<br />
3. Manipura (Nabelchakra &#8211; hinter dem Nabel)<br />
4. Anahata (Herzchakra &#8211; Herzzentrum)<br />
5.Vishuddha (Halschakra &#8211; Kehle)<br />
6. Ajna (Stirnchkra &#8211; Punkt zwischen den Augenbrauen)<br />
7. Sahasrara (Scheitelchakra &#8211; Fontanelle)</p>
<p>Alle Chakras stehen in enger Verbindung mit dem Sahasrara Chakra. Daher ist es kein Chakra wie die sechs anderen.<br />
Das Muladhara Chakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule. Das Swadhishthana ist an der Wurzel der Genitalien. Das Manipura ist in der Nabelgegend. Das Anahata ist im Herzen. Das Vishuddha ist im Kehlkopf. Das Ajna ist im Trikuti, der Stelle zwischen den Augenbrauen.<br />
Die sieben Chakras entsprechen den sieben Lokas (Ebenen des Seins). Die fünf Chakras vom Muladhara zum Vishuddha sind die Zentren der fünf Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther). Das Ajna ist der Sitz des Geistes. (Element=der Geist)</p>
<p>Wenn der Yogaschüler das Muladhara (unteres Ende der Wirbelsäule) durchstößt, hat er die Erde bezwungen. Die Erde kann ihm nichts mehr anhaben. Wenn er über das Swadhishthana (Geschlechtsorgane) hinausgeht, hat er das Element Wasser bezwungen. Er ist in Verbindung mit Bhuvarloka (Astralebene). Wenn er das Manipura (Nabel) überschritten hat, hat er das Element Feuer bezwungen. Das Feuer kann ihm nichts anhaben. Er ist in Verbindung mit Swargaloka (Himmelswelt).</p>
<p>Wenn er das Anahata Chakra (Herz) überschritten hat, hat er das Element Luft bezwungen. Die Luft kann ihm nichts anhaben. Er ist in Verbindung mit Maharloka (Name einer himmlischen Weltenebene). Wenn er das Vishuddha Chakra (Kehle) überschritten hat, hat er das Element Äther bezwungen. Äther kann ihm nichts anhaben. Er ist in Verbindung mit Jnanaloka (Weisheit). Wenn er das Ajna Chakra (zwischen den Augenbrauen) überschritten hat, ist er in Verbindung mit Tapoloka (?). Dann betritt er Satyaloka (höchste Wahrheit).</p>
<p>Die Kundalini kann über vier Wege zum Sahasrara gelangen. Der längste Weg geht vom Muladhara zum Sahasrara entlang des Rückens. Der Yogi, der die Kundalini diesen Weg entlang führt, ist sehr stark. Das ist der schwierigste Weg. Bei Shri Shankaracharya (indischer Heiliger und Philosoph) nahm die Kundalini diesen Weg. Der kürzeste Weg geht vom Ajna Chakra (Punkt zw. d. Augenbrauen) zum Sahasrara. Der dritte geht vom Herzen zum Sahasrara. Der vierte geht vom Muladhara vorne zum Sahasrara.</p>
<p>Wenn sich der Yogi auf das Ajna Chakra konzentriert, öffnen sich die unteren Chakras automatisch und werden überwunden.</p>
<p>Der Kundalinistrom steigt durch die Wirbelsäule und kribbelt manchmal wie eine Ameise. Manchmal, wenn der Yogi rein ist, hüpft sie wie ein Affe und erreicht das Sahasrara. Manchmal erhebt sie sich wie ein Vogel, der von einem Zweig zum anderen hüpft. Manchmal steigt der spirituelle Strom auf wie eine Schlange und bewegt sich Zick- Zack. Manchmal schwimmt der Yogi glücklich wie ein Fisch im Ozean göttlicher Wonne.</p>
<p>Der Yoga Übende erhält Hilfe von innen, wenn er sich von Chakra zu Chakra bewegt. Eine mysteriöse Kraft, eine mysteriöse Stimme wird ihn bei jedem Schritt führen. Er muss unerschütterliches vollkommenes Vertrauen zur Göttlichen Mutter haben. Sie führt den Sadhaka. Sie führt Ihr Kind von Chakra zu Chakra. Sie gibt ihm unsichtbar jede Hilfe. Ohne Ihre Gnade kann man kein Zoll in der Sushumna steigen.</p>
<p>Die Kundalini bleibt nicht lange im Sahasrara. Die Dauer des Verweilens hängt ab von der Reinheit, dem Grad des Sadhana und der inneren spirituellen Stärke des Yoga Übenden. Viele Schüler bleiben nur in den niederen Chakras. Sie werden vom Glück mitgerissen, das sie in den niederen Chakras erfahren und machen, bedingt durch ihre missverstandene Zufriedenheit, nicht den Versuch, das Sahasrara zu erreichen.</p>
<p>Der Yogi erfährt Versuchungen in den niederen Chakras, den Ruheplätzen. Er muss alle Siddhis (übersinnliche Kräfte) meiden. Siddhis sind Hindernisse am Weg. Wenn er beginnt, mit den Siddhis zu spielen, wird er das Ziel verfehlen und einen Rückschlag erleiden.</p>
<p>Die Kundalini kann leicht erweckt werden, aber es ist sehr schwierig, sie zum Manipura, zum Ajna Chakra und von dort zum Sahasrara im Kopf zu bringen. Es verlangt sehr viel Geduld und Ausdauer von Seiten des Übenden. Es ist sehr schwierig, das Manipura Chakra zu durchstoßen. Der Yogi muss in diesem Zentrum sehr viel üben.</p>
<p>Der Körper wird weiterbestehen, auch nachdem die Kundalini das Sahasrara Chakra erreicht hat, aber der Yogi wird kein Körperbewusstsein haben, solange die Kundalini im Sahasrara verweilt. Erst wenn Kaivalya (endgültige Befreiung, Erleuchtung) erreicht ist, wird der Körper leblos.</p>
<p>Man lebt sicherlich weiter, nachdem die Kundalini ins Sahasrara gebracht worden ist. Aber denke daran, dass sie, auch nachdem das Sahasrasa erreicht worden ist, in einem Moment wieder ins Muladhara zurückfallen kann! Erst wenn man in Samadhi fest verwurzelt ist, wenn man Kaivalya erlangt hat, kann und wird die Kundalini nicht mehr fallen.</p>
<h3><a name="Eine Fehlinterpretation"></a>Eine Fehlinterpretation</h3>
<p>Das Erwachen der Kundalini Shakti, ihre Vereinigung mit Shiva, der Genuss des Nektars und andere Funktionen des Kundalini Yoga, die in den Yoga Shastras beschrieben werden, werden falsch interpretiert und von vielen wörtlich verstanden. Männer halten sich für Shiva und meinen, die Frauen wären Shakti, und dass bloße sexuelle Vereinigung das Ziel des Kundalini Yoga sei. Das ist natürlich Unsinn. Diese Art der Vereinigung ist keinesfalls Kundalini Yoga.</p>
<p>Manche törichte junge Männer und Frauen machen ein paar Tage lang ein, zwei Asanas, Mudras und auch ein wenig Pranayama, so, wie es ihnen angenehm ist, und stellen sich vor, die Kundalini sei bis zu ihrem Hals gelangt. Sie stellen sich als große Yogis dar. Sie sind bedauernswerte Seelen, die sich selbst täuschen.</p>
<h3><a name="Yoga Übungen und innere Reinigung"></a>Yoga-Übungen und innere Reinigung</h3>
<p>Manche Yogaschüler fragen mich: “Wie lange muss man Shirshasana, Paschimottanasana, Kumbhaka oder Maha Mudra praktizieren, um die Kundalini zu erwecken? Keine Yogaschrift spricht über diesen Punkt.”</p>
<p>Ein Schüler beginnt sein Sadhana an dem Punkt oder in der Phase, wo er es in seiner letzten Geburt verlassen hat. Daher kommt es völlig auf den Grad der Reinheit an, auf den Entwicklungsstand, das Ausmaß der Reinheit der Nadis und der Pranamaya Kosha und vor allem den Grad von Vairagya und Sehnsucht nach Befreiung.</p>
<p>Nur Yoga Kriyas alleine helfen nicht viel. Reinigung des Herzens ist sehr notwendig.</p>
<p>Mache Selbstanalyse und entwurzle Deine Fehler und schlechten Angewohnheiten. Bereinige Deine Fehler wie Selbstsucht, Stolz, Eifersucht, Hass usw. Entwickle Dein Herz. Teile das, was Du hast, mit anderen. Übe selbstlosen Dienst. Dann wirst Du zu Reinheit des Geistes gelangen.</p>
<p>Heutzutage vernachlässigen Aspiranten diese Dinge und machen nur Yoga-Übungen, um Siddhis zu bekommen. Das ist ein gewichtiger himalajagroßer Irrtum. Früher oder später erleben sie dann große Rückschläge.</p>
<p>Ich rate: mache Dir nicht zuviel Gedanken um Siddhis oder ein rasches Erwecken der Kundalini. Entwickle Hingabe zu Gott. Habe vollkommenes Vertrauen zu Ihm. Entwickle den Geist des Dienstes an der Menschheit. Die Kundalini wird von selbst erwachen.</p>
<p>Das Erwecken der Kundalini ist nicht so einfach, wie man meinen könnte. Es ist äußerst schwierig. Wenn alle Wünsche verschwinden, wenn der Geist absolut rein wird, wenn alle Sinne bezwungen sind, wenn Du Einpünktigkeit des Geistes in einem erwünschten Ausmaß erlangst, und wenn alle Gedanken des Egoismus und des ‘Mein’ dahinschmelzen, wird die Kundalini von selbst erwachen. Nur dann ist das Erwachen der Kundalini auch nutzbringend.</p>
<p>Ein vorzeitiges Erwecken ist nicht wünschenswert. Der Aspirant, der die Kundalini ohne die nötigen geistigen und spirituellen Vorbereitungen erweckt hat, wird nicht viel Nutzen davon haben. Es kann all den Nutzen, den das Erwachen der Kundalini bringt, weder spüren noch zeigen.</p>
<p>Nur die Frucht, der es gestattet ist, am Baum zu reifen, wird gut schmecken. Aber das dauert lange. Das beste Holz kommt von den Bäumen, die am langsamsten wachsen. Genauso wird der Aspirant, der geduldig und über eine lange Zeit hin mit Ausdauer und Eifer intensives Sadhana übt, der trotz verschiedenster Hindernisse auf seinem Weg hartnäckig bei den spirituellen Praktiken bleibt, der seine Fehler und Schwächen eingesteht und versucht, sie mit den geeigneten Mitteln zu beseitigen, in der Lage sein, seine Kundalini zu erwecken und ein dynamischer und vollkommener Yogi werden.</p>
<p>Oh rührende, begeisterte, junge Aspiranten! Haltet nicht die Bewegungen von rheumatischen Winden im Rücken, die von einem chronischen Lumbago kommen, für das Aufsteigen der Kundalini. Mache Dein Sadhana mit Geduld und Ausdauer, bis Du Samadhi erreichst. Beherrsche jede Phase im Yoga. Mache keine schwierigeren Kurse, bevor Du nicht die niederen Schritte vollständig beherrschst.</p>
<p>Sorgt Euch nicht. Seid nicht beunruhigt, meine lieben Freunde, Brüder und Schwestern! Ein strahlender wartet darauf, für Euch anzubrechen. Ihr werdet voller Kraft erstrahlen, ja, Ihr werdet Gott Selbst werden. Lacht über alle Sorgen und Hindernisse und haltet die Augen alle vierundzwanzig Stunden lang auf die Kundalini Shakti gerichtet. Macht, was Ihr könnt, um sie zum Aufsteigen zu bringen. Wenn man Euch Reinigung verordnet, müsst Ihr Euch reinigen. Welche Alternative gäbe es? Daher reinigt Euch.</p>
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