...'tschuldigung, wo geht´s hier zum tantrischen Raum?

Den Weg zum tantrischen Raum zu beschreiben, ist nicht so einfach, handelt es sich doch um keinen physischen Raum, einen Saal oder was auch immer. 
Es ist, wie es im Eso-Neusprech mystisch heißt, ein spezieller geistiger "Space". Und genauso, wie du manche Dinge vor einem besonderen Zimmer ablegst (die Schuhe zum Beispiel), um es einerseits bequemer zu haben und andererseits Respekt vor dem zu betretenden Raum anzuzeigen, genauso kannst du bestimmte Dinge vor dem tantrischen Raum ablegen, mehr noch: es ist sogar erforderlich, sie abzustreifen, um überhaupt in diesen Raum hineingelangen tu können.

Welche Dinge das sind?

Nun, etwa die Erwartungshaltung, die dich auf einen bestimmten Ablauf der Ereignisse festlegt und das Erleben des tatsächlichen Jetzt verhindert. 
Oder der Schippel Ängste, die dir Scheuklappen aufsetzen und dir nur das zu sehen gestatten, was sie dir einflüstern. 
Oder der Zwang, irgendwem - und sei es dir selbst - irgendwas beweisen zu müssen. Oder die vorgefaßten Meinungen über dich und andere und das Leben im allgemeinen, die du dir in langen Jahren sorgfältig zurechtgelegt hast.

Wenn du diesen Raum betrittst, hast du die Chance, die/der zu sein, der/die du eigentlich bist, wirklich und in der Tiefe deiner Seele bist, ohne Attribute, so pur und in deiner ganz ureigenen, unverwechselbaren Essenz, wie du von Anfang an gemeint warst.

Wer diesen Raum betritt, wird von jenen, die bereits anwesend sind, erkannt.  Erkennen heißt hier anerkennen. Du mußt nichts tun. Du brauchst nur zu sein. Die Dinge geschehen von selbst, und dein einziger Beitrag ist, sie geschehen zu lassen.

Wer einmal drin war, den zieht es immer wieder dahin. Und um dieser Sehnsucht eine Möglichkeit der Erfüllung zu bieten, um diesen Raum entstehen zu lassen, laden wir dich ein, in den Kreis zu kommen - egal ob du bei einem Seminar tief eintauchen oder bei einem Offenen Abend oder Jour fixe "nur" ein Erfrischungsbad in den sanften Energien nehmen möchtest.

Und irgendwann kommt der Augenblick, wo du feststellst: Die Tür zum tantrischen Raum ist immer genau vor dir.

© Helena Krivan. 1998