9. Regel: Sprich immer nur gut über andere

aus dem Buch "Alles was du willst" von Michael H. Buchholz

Dein Unterbewußtsein kennt meiner Ansicht nach neun Grundbefehle, die unumstößlich, sozusagen „fest eingebaut" sind und nach denen es sich in allen Lebenslagen richtet. (Alle neun Grundbefehle findest du im Anhang).
Einer dieser Grundbefehle lautet: Es gibt keinen Unterschied zwischen innen und außen. Damit ist deinem Unterbewußtsein - anders als deinem Bewußtsein - die Fähigkeit genommen, andere als von dir getrennt zu begreifen und zu erleben. Wenn du über andere sprichst, meint dein Unterbewußtsein immer, du sprichst über dich. Es weiß gar nicht, daß da draußen andere sind. Wenn du über andere negativ redest, meint es, du redest von dir. Wenn du gut von ihnen denkst, meint es, du denkst gut von dir. Es kann nicht zwischen dir und anderen unterscheiden. Das gilt für Gedanken und Worte, denn Worte sind nur gesprochene Gedanken.
Wenn du dich über andere beklagst, beklagst du dich deswegen - für dein Unterbewußtsein - über dich. Und es wird reagieren. Indem es Hormone ausschütten läßt, die dir eine negative Stimmung einbringen. Wenn du mit anderen streitest, streitest du - für dein Unterbewußtsein - mit dir selbst. Die Folge: du fühlst dich wenig später ziemlich schlecht. Wenn du andere zur Rede stellst, weil sie gelogen, falsch reagiert, dich beleidigt haben, dann meint dein Unterbewußtsein, du hättest dich angelogen, du hättest dir gegenüber falsch reagiert, du hättest dich selbst beleidigt. Und es wird dein limbisches System (das ist der Ort in deinem Gehirn, an dem deine Gefühle erzeugt werden) anweisen, die entsprechenden schlechten Gefühle zu produzieren. Selbst wenn du nur in Gedanken über jemanden fluchst, weil er dir vielleicht die Vorfahrt genommen hat, dann meint dein Unterbewußtsein, du bist auf dich selbst so sauer, es unterstellt dir, du willst jetzt diese negativen Gefühle haben, und deine gute Laune verkehrt sich sofort in ihr Gegenteil. Es gibt keinen Unterschied zwischen innen und außen.
Umgekehrt gilt das gleiche. Denkst du freundlich über jemanden, ist deinem Unterbewußtsein sofort klar, wen du meinst: natürlich dich selbst. Lobst du jemanden, heißt das - für dein Unterbewußtsein - du lobst dich selbst. Bist du verliebt, freut sich dein Unterbewußtsein mit dir, meint es doch, du bist in dich selbst verliebt. Und sofort bekommst du die wunderschönen Gefühle, die du offensichtlich haben willst. Völlig zu recht heißt es: du kannst nur dann von anderen akzeptiert und geliebt werden, wenn du dich selbst akzeptieren und lieben kannst.
Erinnerst du dich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst? Genau das ist damit gemeint - wenn du einen anderen Menschen liebst, „weiß" dein Unterbewußtsein, wen du damit nur - und ausschließlich - meinen kannst: dich selbst. Du tust dir also selbst den größten Gefallen, wenn du ab heute beschließt, nur noch gut über andere zu sprechen. Ich möchte dir hierzu ein Experiment vorschlagen.
Nutze dafür die 3. Regel (Beherzige das 21-Tage-Phänomen) und wünsche einmal 21 Tage lang jedem Menschen, wirklich jedem, mit dem du beruflich und privat zusammentriffst, etwas Gutes. Nur in Gedanken. Wünsche ihm Glück, Freude und Lebenslust. Wünsche ihm Gesundheit, Erfolg, Anerkennung. Oder Liebe.
Oder nimm „nur" den altbekannten Satz, der so viel mehr ist als ein bloßer, frommer Spruch: Friede sei mit dir. Friede hat nichts mit Religion zu tun. Es ist die Abwesenheit von Kampf und Tod. Es ist der Wunsch nach Leben. Es gibt daher keinen schöneren Wunsch. Dieser Satz wirkt besonders dann sehr stark, wenn du doch einmal in einen Streit gerätst. Anstatt zu streiten, wiederhole dann in Gedanken immer nur: Friede sei mit dir. Du wirst verblüfft sein über die Wirkung.
Halte das die 21 Tage lang durch. Selbst wenn du am Tag nur etwa 30 Menschen begegnest, sind das in 21 Tagen rund 630 positive Gedanken. Und jedesmal meint dein Unterbewußtsein, du sprichst von dir. Und es meint, offenbar gibt es einen Grund, daß du so positiv von dir denkst. Und es wird dir die entsprechenden positiven Gefühle geben. Du fühlst dich sofort besser. Nach 21 Tagen hat sich deine persönliche Ausstrahlung schon so sehr ins Positive verändert, daß andere Menschen dies verwundert bemerken werden. Dein Ansehen wird wachsen, nur weil du begonnen hast, die anderen anders anzusehen.
 

Quintessenz der 9. Regel:
Sprich immer nur gut über andere

1. Für dein Unterbewußtsein gibt es keinen Unterschied zwischen innen und außen. Es will dir optimal dienen, es diskutiert nicht, ob du richtig oder falsch denkst. Es reagiert auf die Bilder, die in dir entstehen, mit den ihm schnellstmöglichen Schritten zu ihrer Realisierung.
2. Was du sagst oder denkst, bezieht dein Unterbewußtsein deswegen immer nur auf dich. Du kannst nicht reden oder denken, ohne daß Bilder in dir entstehen, auf die dein Unterbewußtsein prompt reagiert. Die schnellste mögliche Reaktion sind die Gefühle, die du unmittelbar nach entsprechenden Gedanken erlebst.
3. Achte stets auf die Begriffe, in denen du denkst und sprichst. Jammerst du viel, wirst du dich jammervoll fühlen. Freust du dich viel, wirst du dich freudvoll fühlen.
4. Nach negativen Gedanken fühlst du dich sogleich (nach wenigen Minuten) schlechter. Nach positiven Gedanken fühlst du dich alsbald besser. Gedanken sind für dein Unterbewußtsein Anweisungen. Es nimmt an, du willst dich schlechter fühlen, wenn du negativ denkst, also verschafft es dir entsprechende Gefühle. Es nimmt an, du willst dich besser fühlen, wenn du positiv denkst, also verschafft es dir entsprechende Gefühle. Du erntest, was du säst.
5. Anstatt zu streiten, wende ab heute die ultimative mentale Technik an. Denke intensiv „Friede sei mit dir!" in Richtung deines Angreifers und meine es auch so. Wiederhole den Satz in Gedanken, solange du willst. Vertraue darauf: der Erfolg setzt immer ein. Die beste Art und Weise, einen Krieg zu gewinnen, besteht darin, ihn nicht führen zu müssen.

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